25.05.2018 16:10
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Forschung
Agroscope-Reorganisation stoppen
Der Bundesrat soll die Reorganisation der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope sistieren. Das verlangt nach der Wirtschafts- auch die Wissenschaftskommission des Nationalrates (WBK).

Mit 16 zu 5 Stimmen bei 1 Enthaltung hat sie eine Kommissionsmotion mit diesem Anliegen beschlossen, wie die Parlamentsdienste mitteilten.

Der Bundesrat soll die geplante Reorganisation sistieren, bis die vorausgegangene evaluiert und die Vernehmlassung der Stakeholder zur neuen Ausrichtung und Finanzierung von Agroscope ausgewertet ist. Die Wirtschaftskommission (WAK) hatte im April eine ähnliche Motion beschlossen.

Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sagte vor kurzem, das Projekt sei falsch verstanden worden. Das primäre Ziel sei die Stärkung der landwirtschaftlichen Forschung und die Sicherung von Agroscope als eigenständiges Forschungsinstitut.

20 Prozent einsparen

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hatte im März über die Pläne für eine Restrukturierung informiert. Agroscope soll sich demnach auf spezialisierte Forschung konzentrieren und die Betriebskosten reduzieren.

Das Ziel ist es, etwa 20 Prozent des Budgets einzusparen. Das bedingt einen Stellenabbau. Die Reform soll jedoch dank einer Zeitspanne von zehn Jahren und neuen Aktivitäten mit Geldern von Dritten sozialverträglich sein. Geplant ist eine Konzentration am Standort Posieux FR, mit mehreren Versuchsstationen.

Agroscope ist in den letzten Jahren bereits umgebaut worden: Die sieben unabhängigen Institute wurden in drei Einheiten zusammengeführt und 2014 unter einem Dach vereint. Nach wie vor hat die Forschungsanstalt aber über das ganze Land verteilte Standorte.

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