5.12.2017 12:41
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Bern
Bei Direktzahlungen wird nicht gekürzt
Am Dienstag kurz vor 12 Uhr hat der Ständerat eingelenkt. Er ist bereit, das Direktzahlungsbudget 2018 auf dem Niveau von 2017 zu belassen. Noch vor einer Woche hatte er bei den Bauern 84 Millionen Franken kürzen wollen.

Das Abstimmungsergebnis kam nach eindringlichen Appellen von Peter Hegglin (CVP, ZG), Werner Hösli (SVP, GL) und Ivo Bischofberger (CVP, AI) zustande. Anita Fetz (SP, BS)  und Christian Levrat (SP, FR) kamen mit ihrer Argumentation, der Ständerat müsse gegenüber dem Nationalrat für die Einigungskonferenz noch Verhandlungsmasse haben, nicht durch. Die drei Genannten verurteilten dies als taktische Spielereien auf dem Buckel der Bauernfamilien.

Der Bundesrat hatte beantragt, 84 Millionen Franken bei den Bauern kürzen zu wollen. Der Nationalrat hatte dies schon im ersten Umgang letzte Woche abgelehnt und für ein stabiles Direktzahlungsbudget gestimmt.

Folgende 25 Ständeräte stimmten für ein stabiles Direktzahlungsbudget 

- Peter Hegglin (CVP, ZG) 

- Ivo Bischofberger (CVP, AI) 

- Konrad Graber (CVP, LU) 

- Beat Vonlanthen (CVP, FR) 

- Brigitte Häberli-Koller (CVP, TG) 

- Stefan Engler (CVP, GR) 

- Isidor Baumann (CVP, UR) 

- Pirmin Bischof (CVP, SO)

- Beat Rieder (CVP, VS) 

- Alex Kuprecht (SVP, SZ)

- Peter Föhn (SVP, SZ) 

- Roland Eberle (SVP, TG)

- Werner Hösli (SVP, GL) 

- Hannes Germann (SVP, SH)

- Thomas Minder (parteilos, SH) 

- Damian Müller (FDP, LU) 

- Josef Dittli (FDP, UR) 

- Hans Wicki (FDP, NW)   

- Fabio Abate (FDP, TI) 

- Ruedi Noser (FDP, ZH)

- Thomas Hefti (FDP, GL)

- Joachim Eder (FDP, ZG) 

- Martin Schmid (FDP, GR) 

- Olivier Français (FDP, VD)

- Werner Luginbühl (BDP, BE)

Folgende 17 Ständeräte stimmten für eine Kürzung um 84 Millionen:  

- Filippo Lombardi (CVP, TI)

- Jean-René Fournier (CVP, VS)

- Anne Seydoux-Christe (CVP, JU) 

- Philipp Müller (FDP, AG) 

- Géraldine Savary (SP, VD)

- Anita Fetz (SP, BS) 

- Daniel Jositsch (SP, ZH) 

- Didier Berberat (SP, NE) 

- Christian Levrat (SP, FR)

- Claude Janiak (SP, BL) 

- Roberto Zanetti (SP, SO)

- Liliane Maury Pasquier (SP, GE)

- Robert Cramer (Grüne, GE)

- Claude Hêche (SP, JU)

- Raphaël Comte (FDP, NE)

- Hans Stöckli (SP, BE)

- Paul Rechsteiner (SP, SG)

Nicht anwesend waren:   

-Erich Ettlin (CVP, OW) 

- Andrea Caroni (FDP, AR) 

- Pascale Bruderer Wyss (SP, AG)


Als Präsidentin stimmte nicht: 

- Karin Keller-Suter (FDP, SG)

Gegenüber der ersten Abstimmung vor einer Wochen haben die Ständeräte Alex Kuprecht (SVP, SZ), Beat Vonlanthen (CVP, FR), Beat Rieder (CVP, VS), Fabia Abate (FDP, TI), Thomas Hefti (FDP, GL) und Ruedi Noser (FDP, ZH) ihr Abstimmungsverhalten geändert. Sie wollten damals noch 84 Millionen Franken kürzen bei den Direktzahlungen, jetzt aber stimmten sie für ein stabiles Direktzahlungsbudget.

Es verbleiben aber mehrere Differenzen, bei welcher der Ständerat weniger Geld sprechen will als der Nationalrat. So etwa bei der Milchkontrolle (Qualitätssicherung). Da ist der Ständerat damit einverstanden, dass der Beitrag des Bundes von rund 3 Millionen im letzten Jahr auf Null gekürzt wird. Peter Hegglin, Präsident der Branchenorganisation Milch (BOM), argumentierte hier vergeblich für die 3 Millionen. Der Nationalrat wehrt sich dagegen. Auch für das Landwirtschaftliche Beratungswesen, die Forschungsbeiträge, die Investitionskredite und die Strukturverbesserungsbeiträge will der Ständerat weiterhin weniger ausgeben als der Nationalrat.  


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