10.02.2019 18:07
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Kommunikation
15'000 neue Handy-Antennen wegen 5G
Eine rasche Einführung des neuen 5G-Mobilfunkstandards in der Schweiz ist laut der «NZZ am Sonntag» gefährdet. Die Schweiz brauche nämlich dafür noch einmal so viele Handyantennen, wie es bereits gibt.

«Wir gehen davon aus, dass ohne Anpassung der Anlagegrenzwerte rund 15'000 zusätzliche Mobilfunkstandorte neu gebaut werden müssen», sagte Christian Grasser, der Geschäftsführer des Branchenverbands Asut, gegenüber der Zeitung. 

Die bestehenden Anlagen stiessen an ihre Leistungsgrenzen, weil der mobile Datenkonsum stark steige und die Sendeleistungen sich aufgrund strenger Strahlenschutzvorschriften nicht erhöhen dürften. «Rund zwei Drittel aller Standorte in der Schweiz und weit mehr als 90 Prozent der Standorte in Städten und Agglomerationen weisen nicht genügend Reserven auf, um 5G leistungsfähig einzusetzen», sagte Grasser weiter. Er bezweifele zudem, dass es innert nützlicher Frist möglich sein werde, die zusätzlich benötigten neuen Antennen aufzustellen.

Somit wird die Debatte um den Strahlungsschutz neu eröffnet. Der Ständerat lehnte es in der Vergangenheit ab, Grenzwerte aufzuweichen. Nun hat sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Bundesamts für Umwelt des Themas angenommen. Vorschläge werden im Sommer erwartet. Die Frage ist, ob nach einer allfälligen Erhöhung der Grenzwerte nicht dennoch Tausende von zusätzlichen Antennen für 5G gebaut würden.

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