30.01.2015 13:42
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
3. Rhonekorrektion: Wallis stimmt im Juni ab
Das Walliser Stimmvolk wird am 14. Juni über die Finanzierung der 3. Rhonekorrektion abstimmen. Ein Referendum gegen das Dekret zur Schaffung des Finanzierungsfonds ist mit 7931 Unterschriften zu Stande gekommen. Nötig gewesen wären 3000 Unterschriften.

Mit der dritten Rhonekorrektion soll die Walliser Talebene besser vor Überschwemmungen geschützt werden. Die Rhonekorrektion war 1994 in der Folge von Unwettern von 1987 und 1993 beschlossen worden. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 1 Milliarde Franken über zehn Jahre.

Der Kanton Wallis soll 120 Millionen Franken davon übernehmen. Um diesen Beitrag zu finanzieren, beschloss der Grosse Rat im September per Dekret eine Aufstockung des ordentlichen Budgets um 60 Millionen Franken aus dem Fonds für Infrastrukturgrossprojekte des 21. Jahrhunderts. Am 14. Juni werde allein über dieses Dekret und somit über die Bildung des Finanzierungsfonds abgestimmt, wie der Kanton Wallis am Freitag mitteilte. Über die gewählte Ausbauvariante werde nicht mitentschieden.

Das wollen jedoch gerade die Gegner vom Referendumskomitee, das sich aus SVP und Vertretern der Landwirtschaft zusammensetzt. Die Gegner kritisierten die hohen Kosten der von Regierung und Parlament gewählten Ausbauvariante. Zudem ist ihnen der Verlust von Landwirtschafts- und Gewerbeflächen ein Dorn im Auge.

Die Walliser Regierung warnte am Freitag vor einer Ablehnung der Finanzierung. Dies würde sämtliche Schutzmassnahmen blockieren und in den etwa 110 Hektaren Bauland in den Zonen mit erhöhter Hochwassergefahr ein Bauverbot bedeuten.

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