7.09.2015 17:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
EU
500-Millionen-Hilfspaket für Bauern
Im Rahmen des EU-Sonder-Agrarministertreffens in Brüssel hat EU-Vize-Kommissionspräsident Jyrki Katainen ein Hilfspaket von 500 Millionen Euro (540 mio. Fr.) angekündigt. Damit wolle die EU-Kommission der zurzeit schwierigen Situation der Bauern in der EU Rechnung tragen, sagte er.

Katainen erklärte vor den EU-Agrarministern, die 500 Millionen Euro seien als Soforthilfe für die Bauern gedacht. Damit zeige die EU-Kommission, «dass sie ihre Verantwortung gegenüber den Bauern ernst nimmt».

Die Finanzhilfe der EU-Kommission sieht laut einem Communiqué drei Schwerpunkte vor. So richtet sie sich etwa an Bauern, die zurzeit unter einem finanziellen Engpass leiden. Im Weiteren will Brüssel mit dem Geld den Mark stabilisieren und das Funktionieren der Lieferkette gewährleisten. Die Hilfsgelder sollen gemäss Brüssel «gerecht, zielgerichtet und effektiv» verteilt werden mit besonderer Berücksichtigung jener Mitgliedstaaten, deren Bauern besonders von den aktuellen Marktentwicklungen betroffen sind.

Die EU-Regierungen sollen der Erklärung zufolge Spielraum haben, wie genau sie das Geld einsetzen. Ob und wie sie das Paket der Kommission selbst noch formell freigeben müssen, war zunächst unklar. Ebenso war noch offen, inwieweit ohnehin anstehende Zahlungen nur vorgezogen werden sollten. Die EU-Kommission bekenne sich zu einem marktorientierten Ansatz im Agrarbereich, heisst es weiter. Denn im Vorfeld ist es immer wieder zu Spekulationen gekommen, ob im Milchmarkt etwa temporär wieder Quoten eingeführt werden.

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