28.08.2018 12:38
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Österreich
A: EU-Beitritt nicht positiv
Der Schweizer Bauernverband (SBV) hat einen Bericht zu den Folgen des EU-Beitritts für die österreichische Landwirtschaft publiziert. Anlass zum Bericht gab, dass der Bundesrat bei der Gesamtschau zur künftigen Agrarpolitik anhand von Österreich positive Auswirkungen aufzeigen wollte.

Der SBV habe diese Behauptung zum Anlass genommen, die Folgen des EU-Beitritts für die österreichische Landwirtschaft einer umfassenden Analyse zu unterziehen, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Bauernverband kommt zum Schluss, dass Österreichs Landwirtschaft als Erfolgsbeispiel für eine Grenzöffnung wenig tauge.

Die sofortige Öffnung des österreichischen Agrarhandels hatte laut SBV im ersten Jahr einen Rückgang der Produzentenpreise um durchschnittlich 22 Prozent zur Folge. Dies habe den Strukturwandel den Strukturwandel dauerhaft befeuert, so dass seit dem Beitritt jeder dritte Betrieb aufgehört hat.

Laut Bericht führten höhere Zahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) zu einem Abbremsen des Bauernsterbens, jedoch auch dazu, dass das bäuerliche Einkommen in Österreich aktuell zu 60 Prozent von öffentlichen Mitteln abhängt.

Die Nahrungsmittelpreise hingegen seinen nur wenig gesunken, so dass Österreich nach Dänemark die höchsten Lebensmittelpreise der EU aufweist.

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