6.05.2013 13:58
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Aargau
Aargauer Regierung will keine GVO in der Landwirtschaft
Die Regierung des Kantons Aargau lehnt ein Nebeneinander von gentechnisch veränderten und konventionellen Pflanzen ab. Vergangene Wochen haben sich bereits die Berner Regierung und die Junglandwirte gegen GVO ausgesprochen.

Der Vorschlag sei nicht umsetzbar und werde von den Landwirten wohl nicht akzeptiert. Die Aufgabenverteilung unter den Landwirten, die gentechnisch veränderte Organismen (GVO) anbauen möchten und denen die weiterhin konventionelle Landwirtschaft oder Biolandbau betreiben möchten, sei nicht nachvollziehbar, hält der Regierungsrat in seiner Vernehmlassung an das Bundesamt für Umwelt fest.

Bereits vergangene Woche hat sich auch der grösste Agrarkanton der Schweiz gegen GV-Pflanzen ausgesprochen. "Der Anbau von Genveränderten Organismen (GVO) in der Schweiz bringt aus Sicht de Berner Regierung weder der Schweizerischen Landwirtschaft noch den Konsumenten einen Mehrwert", liess die Berner Regierung verlauten.

Unternehmerische Freiheit eingegeschränkt

Mit den vorgeschlagenen Regelungen würden GVO-Produzenten die unternehmerische Freiheit der benachbarten Produzenten mit konventioneller Landwirtschaft und Biolandbau einschränken. Landwirte, die weiterhin konventionellen Anbau oder Biolandbau betreiben wollten, müssten die Anerkennung ihrer landwirtschaftlichen Nutzfläche als gentechnikfreies Gebiet beantragen.

Zudem müssten in gentechnikfreien Gebieten auch konventionell produzierende Landwirte auf Biofuttermittel umstellen. "Diese Massnahme ist nicht nachvollziehbar, würde in der Praxis nicht akzeptiert werden und ist so auch nicht vollziehbar", schreibt der Regierungsrat.

Keine Vorteile für Bauern

Er fordert in der am Montag auf der Website des Kantons veröffentlichten Stellungnahme einen Grundsatzentscheid für ein Verbot der GVO-Produktion, Forschungsprojekte sollen jedoch erlaubt bleiben. Zudem würden die auf dem Markt erhältlichen GVO-Sorten für die hiesigen Bauern keinen finanziellen Vorteil gegenüber konventionellen Kulturen bieten, heisst es weiter.

Der Schädlingsdruck in der kleinräumigen Schweiz mit wechselnder Fruchtfolge sei auch nicht so hoch, dass schädlingsresistente Sorten eingesetzt werden müssten. Da nur wenige Konsumenten GVO-Produkte wählen würden, sei der Aufwand gegenüber dem Ertrag nicht gerechtfertigt.

Auch die Junglandwirte haben sich kürzlich gegen GVO in der Landwirtschaft ausgesprochen.

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