27.08.2014 10:00
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Aargau
AG: Bauernverband empfiehlt drei Mal "Nein"
Der Vorstand des Bauernverbands Aargau (BVA) spricht sich einstimmig gegen die Einheitskrankenkasse, die Gastro-Initiative sowie kantonal gegen die Offenlegung der Politikfinanzierung aus, über die am 28. September 2014 abgestimmt werden.

Da die bäuerliche Bevölkerung weniger schnell zum Arzt gehe, könne die bäuerliche Krankenkasse Agrisano günstige Prämien anbieten, wie der BVA in einer Medienmitteilung schreibt. Mit einer staatlichen Einheitskasse wäre dies nicht mehr möglich. Ausserdem seien die Verwaltungs-, Werbe- und Marketingkosten sehr tief. Aus diesen Gründen lehnt der BVA die Vorlage zur Einheitskasse ab.

Auch die Volksinitiative "Schluss mit der MwSt.-Diskriminierung des Gewerbes" lehnt der BVA ab, da bei einer Annahme die Gefahr bestehe, dass die Ausfälle von ca. 700 Millionen Franken mit einer Erhöhung des Steuersatzes für Nahrungsmittel von 2,5 auf 3,8 Prozent kompensiert und diese dadurch verteuert werden. Dies liege nicht im Interesse der Nahrungsmittel produzierenden Bauern.

Bei der kantonalen Volksinitiative zur Offenlegung der Politikfinanzierung empfiehlt der BVA ein Nein, da die Vorlage weit über das Ziel der Transparenz hinausreiche.

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