27.08.2014 07:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Aargau
AG: Parlament will A1-Ausbau auf sechs Spuren
Die Autobahn A1 soll auf dem Aargauer Kantonsgebiet auf sechs Spuren ausgebaut werden. Der Aargauer Grosse Rat hat am Dienstag einem FDP-Vorstoss zur Ausarbeitung einer Standesinitiative mit 82 zu 43 Stimmen zugestimmt.

Der Initiativtext muss noch einmal vom Kantonsparlament genehmigt werden, ehe er den Eidgenössischen Räten unterbreitet wird. Im Kanton Aargau bestehe längst ein Engpass, begründete Bernhard Scholl (FDP) den Vorstoss seiner Fraktion.

SVP will noch weiter gehen

Seit 1990 habe sich der Verkehr auf Schweizer Strassen im Allgemeinen um einen Fünftel vergrössert. Auf dem Nationalstrassennetz habe sich der Verkehr in derselben Zeit verdoppelt. Der Grossraum Baregg stehe mit über 337 Stautagen im Jahr 2012 schweizweit an dritter Stelle der Stauschwerpunkte, sagte Scholl.

SVP, CVP und BDP schlossen sich dem Antrag an. Die SVP möchte sogar noch weiter gehen. Neben dem Ausbau auf sechs Spuren müsse auch das Problem des Bareggtunnels angepackt werden, sagte Martin Keller. Von Seiten der BDP wurden allgemeine Infrastrukturprobleme aufgrund der Zuwanderung als Argument für den Sechsspurausbau ins Feld geführt.

Umsetzung 2040

Der Ausbau der A1 auf sechs Spuren sei im Programm zur Engpassbeseitigung des Bundes erst im dritten Modul vorgesehen, heisst es im überwiesenen Vorstoss. Die Umsetzung solle demnach im Jahr 2040 erfolgen. Bis dahin seien die Kapazitätsgrenzen der Nationalstrassen im Aargau jedoch «masslos überschritten».

Gegen die Einreichung einer Standesinitiative sprachen sich SP, Grüne, EVP und Grünliberale aus. Der Bau neuer Strassen belaste die Bodenreserven der Schweiz, hiess es. Zudem würden die Staus nur verlagert, was die Begehrlichkeit nach neuen Strassen erhöhe. Die Grünen sprachen von einer Zwängerei der FDP.

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