27.12.2016 14:55
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
SALS
«Agrarfreihandel enttäuscht Erwartungen»
Die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (Sals) sieht sich durch neue Studien in ihrer freihandelskritischen Sicht bestätigt. Der Bundesrat täte gut daran, sich von den Studien inspirieren zu lassen, statt weiterhin das Dogma des Freihandels zu unterstützen, so die Sals.

Die Sals nimmt in ihrer Medienmitteilung Bezug auf Studien von Agroscope zum Käsefreihandel sowie der EU-Kommission zur Wirkung von Handelsabkommen auf die Landwirtschaft.

So habe der sektorielle Freihandel mit der EU im Käsesektor nicht die erwartete Wirkung gezeigt, schreibt die Sals. Es gehe nun darum, die richtigen Schlüsse aus dieser schmerzhaften Erfahrung zu ziehen un im Rahmen der AP 2022+ keine Projekt mit einer sektoriellen Öffnung zu lancieren.

Laut Sals bestätigt die Studie der EU-Kommission die negative Wirkung der Handelsabkommen auf den Rinder-, Schaf- und Geflügelfleischsektor. Die Kommission sei deshalb der Ansicht, dass diese Produkte als sensible Produkte deklariert werden müssten und deren Liberalsierung begrenzt werden müsse.

Die Organisation fordert nun vom Bundesrat, diese Studien aufmerksam zu lesen, die Erkenntnisse dem Dogma des Freihandels gegenüberzustellen und eine Kehrtwende zu machen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE