2.09.2016 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Parlament
Agroscope: Parlamentarier beunruhigt
Im Zuge von Sparmassnahmen verschwinden beim der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope 14 Kaderstellen. Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind beunruhigt. Die landwirtschaftliche Forschung sei nicht in Gefahr, versichert der Bundesrat.

Der Reformschritt sei kein Leistungsabbau, sondern eine Effizienzsteigerung, schreibt er in der am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation von Sandra Sollberger (SVP/BL). Die Führung- und Organisationsstruktur werde gestrafft. Das erlaube Agroscope, direkter als bisher auf spezifische Anliegen der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft einzugehen. In anderen Antworten erinnert der Bundesrat daran, dass Mitarbeitende in der Vergangenheit über lange und umständliche Entscheidungswege geklagt hätten.

Agroscope hatte im April mitgeteilt, dass 19 Forschungsbereiche aufgehoben und durch 10 neue Einheiten ersetzt werden. Davon sind 24 Kaderleute betroffen. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet nach Angeben des Bundesrats auch in Zukunft für Agroscope. Unter anderem wurden 9 der 10 Leiterstellen mit Bisherigen besetzt. Sieben Betroffene werden in anderen Funktionen weiterbeschäftigt. Die Übrigen werden während sechs Monaten aktiv bei der Stellensuche unterstützt.

Agroscope wird zum grössten Teil vom Bund finanziert. Die Streichung der Kaderstellen entlastet das Budget der Forschungsanstalt um rund 2 Millionen Franken. Die Reorganisation hat aber auch andere Ziele. So soll beispielsweise die nicht immer optimale Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Forschungsbereichen verbessert werden. Bei Agroscope jedoch gibt es Widerstand gegen das Projekt. Im Juni haben 664 Angestellte per Petition vom Bundesrat verlangt, dass das Reformprojekt gestoppt wird. Sie kritisieren auch die vom Parlament geforderten Einsparungen.

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