26.03.2018 13:15
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Luzern
Bauern weisen Gesamtschau zurück
Am vergangenen Freitag führte der Luzerner Bauernverband (LBV) seine Delegiertenversammlung durch. Einstimmig wurde eine Resolution zur Gesamtschau zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik verabschiedet. Zudem haben die Junglandwirte einen Vorstandssitz erhalten.

Die Gesamtschau zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2022 auch bei den Luzerner Delegierten des Bauernverbandes Luzern ein Thema. Darin fordert der Bundesrat unter anderem eine Aufweichung des Grenzschutzes und will damit verbunden neue Freihandelsabkommen abschliessen.

Die Luzerner Bäuerinnen und Bauern wehrten sich nicht gegen jegliche Freihandelsabkommen, heisst es in einer Medienmitteilung des Verbandes von Montag. Einstimmig hat die Versammlung in Hergiswil bei Willisau eine Resolution zuhanden des Bundesrates verabschiedet. Mit dieser Resolution weisen die Bauern die Gesamtschau zurück.

Begründet wird die Rückweisung mit den massiven Verlusten für die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft sowie dem bescheidenen Nutzen für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft. Der LBV fordert die Landesregierung auf, die Gesamtschau grundlegend zu überarbeiten und seine Verhandlungstaktik bei einem möglichen Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten nochmals zu überdenken.

Der LBV hat der Junglandwirtekommission einen Sitz im Vorstand zugesprochen. Einstimmig gewählt wurde Christian Galliker aus Beromünster. Gegründet wurde die Junglandwirtekommission Zentralschweiz 2014. Die Junglandwirte werden durch die Geschäftsstelle des LBV administrativ unterstützt und hatten an den LBV-Vorstandssitzungen jeweils das Gastrecht. Neu in den Verband aufgenommen wurde der Bäuerinnen- und Bauernverein Luzerner Hinterland. Obwohl erst Anfang Februar gegründet, zählt der Verein bereits schon 170 Bauernfamilien aus den Gemeinden Hergiswil, Menzberg, Menznau, Geiss, Gettnau, Ufhusen, Willisau und Zell zu seinen Mitgliedern.

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