25.02.2019 16:24
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Freiburg
Bauerndorf nimmt nächsten Schritt
Die Fusion der bernischen Gemeinde Clavaleyres mit dem benachbarten Murten im Kanton Freiburg geht in eine nächste Runde. Der Freiburger Staatsrat hat am Montag den Dekretsentwurf für den Wechsel von Clavaleyres zum Kanton Freiburg präsentiert.

Die Arbeiten an der interkantonalen Gemeindefusion wurden 2013 aufgenommen, nachdem die kleine bernisch Eklave sich für eine Fusion mit dem grösseren Murten ausgesprochen hatte, wie die Freiburger Kantonsregierung in ihrer Botschaft zum Dekretsentwurf ausführt. Nun ist es am Grossen Rat, den Entwurf zu beraten.

Die Zustimmung zum Dekret sei ein wichtiger Meilenstein, betonte der Staatsrat. Wenn die Fusion glückt, bekommt der Kanton Freiburg erstmals seit 200 Jahren territorial Zuwachs. Im Kanton Bern läuft ein ähnlicher Prozess, um Clavaleyres die Fusion zu ermöglichen. Nach den beiden kantonalen Abstimmungen wird schliesslich das eidgenössische Parlament über die Gemeindehochzeit entscheiden. Die Fusion soll auf Anfang 2021 erfolgen. Clavaleyres hat rund 50 Einwohner, Murten zählt über 8000.

Clavaleyres ist als Enklave umgeben von freiburgischem und waadtländischem Kantonsgebiet. Das Dorf bekundete immer mehr Mühe, Leute für die verschiedenen öffentlichen Aufgaben zu finden. Auch die Gemeindefinanzen bereiteten zunehmend Sorgen.

Viele arbeiten in der Landwirtschaft

Die Gemeinde Clavaleyres mit ihren 50 Bewohnerinnen und Bewohnern ist Teil des Bezirks Bern-Mittelland. Ihre Fläche von nur einem Quadratkilomter ist ganz vom Freiburger Seebezirk umschlossen. Die deutschsprachige Kleinstgemeinde ist bereits heute auf Murten ausgerichtet und arbeitet mit dem Städtchen etwa bei Feuerwehr und Schule zusammen. Fusionsversuche mit bernischen Gemeinden scheiterten. 20 der 26 Beschäftigen der Gemeinde arbeiten noch in der Landwirtschaft. Das sind knapp 77 Prozent. Rund 80 der 100 ha Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt. blu

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