24.09.2018 07:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Freiburg
Bauerndorf nimmt weitere Hürde
Die bernische Kleinstgemeinde Clavaleyres mit ihren rund 50 Einwohnern soll sich dem Freiburger Städtchen Murten anschliessen dürfen. Die Stimmberechtigten von Clavaleyres und Murten haben sich mit grosser Mehrheit hinter die Fusion gestellt.

Nun müssen die Modalitäten des Kantonsübertritts von Clavaleyres in einem interkantonalen Konkordat geregelt werden. Danach liegt der Ball bei den Kantonsparlamenten, ehe die kantonalen Stimmberechtigten zur Urne gerufen werden. Das letzte Wort hat die Vereinigte Bundesversammlung frühestens 2020.

Clavaleyres ist als Enklave umgeben von freiburgischem und waadtländischem Kantonsgebiet. Das Dorf bekundete immer mehr Mühe, Leute für die verschiedenen öffentlichen Aufgaben zu finden. Auch die Gemeindefinanzen bereiteten zunehmend Sorgen.sda

Was den Kantonswechsel von Clavaleyres von Bern zu Freiburg betrifft, handelt es sich nicht um eine Grenzbereinigung, die die Kantone unter sich ausmachen könnten, sondern um eine Gebietsveränderung. Es ist dies nota bene die erste territoriale Änderung des Kantons Freiburg seit Beginn des 19. Jahrhunderts.

Viele arbeiten in der Landwirtschaft

Die Gemeinde Clavaleyres mit ihren 50 Bewohnerinnen und Bewohnern ist Teil des Bezirks Bern-Mittelland. Ihre Fläche von nur einem Quadratkilomter ist ganz vom Freiburger Seebezirk umschlossen. Die deutschsprachige Kleinstgemeinde ist bereits heute auf Murten ausgerichtet und arbeitet mit dem Städtchen etwa bei Feuerwehr und Schule zusammen. Fusionsversuche mit bernischen Gemeinden scheiterten. 20 der 26 Beschäftigen der Gemeinde arbeiten noch in der Landwirtschaft. Das sind knapp 77 Prozent. Rund 80 der 100 ha Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt. blu

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