2.02.2015 19:56
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Konjunktur
Bauernverband will flankierende Massnahmen
Der Schweizer Bauernverband (SBV) verlangt nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses flankierende Massnahmen für die Landwirtschaft. In einem Brief an Agrarminister Johann Schneider-Ammann wurden verschiedene Wege zur Abfederung der Frankenstärke aufgezeigt.

Gefordert wird eine Aufstockung der Mittel für das Schoggigesetz auf 114,9 Millionen Franken, die Stärkung der Absatzförderung für Käse und für Wein um 13 Millionen Franken sowie die Erhöhung des kulturspezifischen Beitrages für Zuckerrüben. Zudem sollen Einfuhrregelungen für Zucker und Brotgetreide geprüft werden.

Eine weitere Massnahme betrifft die Abfederung möglicher Einkommensverluste bei den Milchproduzenten über Direktzahlungen mit 75 Millionen Franken. Ebenso sollen genügend finanzielle Mittel für die Betriebshilfe zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen bereit gestellt werden, wie der SBV am Montag auf Anfrage mitteilte.

Aus Sicht des SBV sind diese Massnahmen angezeigt, weil die Landwirtschaft bereits vor der Frankenaufwertung einem sehr grossen Druck ausgesetzt war. Die Produzentenpreise sanken vor der Frankenaufwertung über alle Produkte gemessen seit Mitte 2014 um rund 8 Prozent. Der Produzentenpreis für die Molkereimilch war laut SBV bereits vorher dem Euro-Entscheid mindestens 10 Rappen je Liter tiefer als im Vorjahresmonat.

Der SBV ist der Meinung, dass es gewisse flankierende Massnahmen braucht. Insbesondere auch, weil die Schweizer Bauern in einem teuren Kostenumfeld produzieren und die hohen Standards in den Bereichen Ökologie und des Tierwohls weiter erfüllen werden sollen.

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