4.07.2016 15:51
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Landwirtschaftsinitiativen
BEKO lehnt Landwirtschaftsinitiativen ab
Die Beratende Kommission für Landwirtschaft (BEKO) hat für die „Ernährungssouveränitätsinitiative“ und die „Hornkuh-Initiative“ kein Gehör. Wie der Bundesrat lehnt sich beide Begehren ab.

Die Initiative „Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft uns alle" betrachtet die BEKO als nicht zukunftsorientiert für den Schweizer Agrar- und Lebensmittelsektor. Bei einer Annahme bestünde die Gefahr, dass sich die Schweiz international isolieren würde.

Die Volksinitiative „für Ernährungssouveränität“ verlangt unter anderem, die einheimische bäuerliche Landwirtschaft zu fördern und auf eine Versorgung mit überwiegend hiesigen Lebens- und Futtermitteln zu achten. Die Initiative fordert ausserdem eine vielfältige, bäuerliche und GVO-freie Landwirtschaft. Diese soll, dank fairer Preise, den Bauern sowie den landwirtschaftlichen Angestellten, ein gerechtes Einkommen sichert. Weiter sollen Zölle auf der Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln erhoben werden. Zudem sollen die Einfuhrmengen reguliert werden.

Auch die „Hornkuh-Initiative“ fällt bei der BEKO durch. Dieses Anliegen soll aus der Sicht der Kommission nicht in der Verfassung geregelt werden. Der höhere finanzielle Aufwand für behornte Tiere wird von der BEKO nicht bestritten. Es sei aber fraglich, ob das Gesamttierwohl verbessert werde. Hornbeiträge könnten zu vermehrter Anbindehaltung führen, so die BEKO. Zudem gäbe es eine nicht unbeträchtliche Anzahl Unfälle mit behornten Kühen.

Die Hornkuh-Initiative fordert eine Ergänzung in der Bundesverfassung, damit Halter von horntragenden erwachsenen Rindern und Ziegen finanziell unterstützt werden können. Initiant Armin Capaul schwebt ein Richtwert von rund 500 Franken pro Kuh und Jahr vor.

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