15.05.2014 12:27
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Berggebiet
Berggebiet: Petition für wirtschaftliche Entwicklung lanciert
Eine Koalition aus Berggebiets- und Wirtschaftsverbänden warnt vor «einseitigem Landschaftsschutz» in den Berggebieten. Die Bergbevölkerung habe genauso wie die urbane Bevölkerung ein Recht auf wirtschaftliche Entwicklung, heisst es in einer am Donnerstag lancierten Petition.

Hinter der Petition stehen unter anderem die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete und der Bergführerverband, aber auch der Baumeister- sowie der Gewerbeverband. Aus ihrer Sicht wird dem Landschaftsschutz zu viel und der wirtschaftlichen Entwicklung zu wenig Bedeutung beigemessen.

Es sei zweifellos wichtig, der Landschaft Sorge zu tragen, schreiben die Organisationen in einem gemeinsamen Communiqué. Immer neue Schutzauflagen verhinderten aber die wirtschaftliche Prosperität in den Berggebieten und förderten die Abwanderung der Jungen. Es sei wichtig, die Wettbewerbsfähigkeit der Bergbevölkerung zu stärken und die Arbeitsplätze in den ländlichen Regionen und Berggebieten zu erhalten und auszubauen, heisst es in der Petition. Dazu gehöre auch eine ausreichende Ausstattung mit Infrastrukturen wie beispielsweise Verkehrserschliessungen und Glasfasernetze.

Sonst drohe - «überspitzt formuliert» - eine Zweiteilung der Schweiz «in eine wirtschaftlich dynamische A-Schweiz im Mittelland und eine zu Naturreservaten degradierte B-Schweiz in den ländlichen Regionen und Berggebieten», heisst es in der Petition weiter. Mit der Petition wollen die Verbände nach eigenen Angaben Öffentlichkeit, Politiker und Behörden für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Arbeitsplätze im ländlichen Raum und in den alpinen Tourismuszentren sensibilisieren.

Widerspruch kommt von der Umweltschutzorganisation Mountain Wilderness. Sie bezeichnet es in einer Stellungnahme als «geradezu grotesk», dass der Naturschutz als Grund für die Abwanderung aus den Tälern dargestellt wird. Vielmehr bringe der Umweltschutz Vorteile für die Bergregionen: Die «einzigartige Gebirgslandschaft» sei das grösste Kapital für den Tourismus, schreibt die Organisation

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