1.02.2017 16:31
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Uri
Bergheimatschule kann weitermachen
Die Bergheimatschule Gurtnellen im Kanton Uri kann den Betrieb unbefristet weiterführen. Seit 2016 läuft ein Probebetrieb.

Der Urner Landrat stimmte einer entsprechenden Verordnungsänderung zu und erhöhte das Globalbudget für 2018 um 176'000 Franken, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet.

Damit soll Planungssicherheit für die Schule geschaffen werden. Damit kann der Kanton Uri künftig die Ausbildung für Bäuerinnen und bäuerliche Haushaltleiter ab 2018 unbefristet an der Bergheimatschule Gurtnellen anbieten. Die Schule, die Teil des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri ist, wird von jungen Schülerinnen aus der ganzen Zentralschweiz besucht.

Der erste Kurs startete im Januar 2016 mit 16 Schülerinnen, vor allem aus Uri. Der zweite Kurs seit Anfang 2017 ist ebenfalls ausgebucht, und es besteht eine Liste mit weiteren Interessentinnen.

Die Schule war 2016 nach 20 Jahren Unterbruch wieder eröffnet worden. Ein Vorstoss aus der Parlament forderte eine Wiedereöffnung. 1996 war sie wegen zurückgehender Nachfrage und dem Rückzug der Ingebohler Schwestern geschlossen worden. In der Zwischenzeit stieg die Nachfrage für die Ausbildung als Bäuerin aber wieder an, ausserdem schloss 2013 die Bäuerinnenschule des Klosters Fahr.

Die Kosten für die Schule fielen 2016 höher aus als geplant. Statt 33'000 Franken betrug das Minus 110'000 Franken. Der Kanton erwartet im laufenden und im nächsten Jahr Defizite von jeweils gegen 50'000 Franken.

Der Lehrgang bereitet 10 bis 18 Schülerinnen und Schüler pro Kurs auf die eidgenössische Berufsprüfung zur Bäuerin oder zum bäuerlichen Haushaltleiter vor. Neben den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten sind Hühner- und Wachtelhaltung sowie ein Hausgarten mit eigener Anzucht im Treibhaus Teil der Ausbildung. Die Kurse finden im Internatsbetrieb zwischen Januar und Juni statt und dauern jeweils 18 Wochen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE