Montag, 10. Mai 2021
10.09.2018 06:01
Bern

Bern: Support für Wolf

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Von: sal/blu

Die vier SVP-Grossräte Thomas Knutti, Madeleine Amstutz, Martin Schlup und Samuel Graber verlangten, dass Wölfe leichter abgeschossen werden dürfen. Vergeblich, mit 87 bis 102 Stimmen gegen 46 bis 55 Stimmen lehnte der Grosse Rat am Mittwoch alle vier Punkte ihrer Motion mit dem Titel «Grossraubtierproblematik im Kanton Bern muss endlich gelöst werden» ab.

SVP und EDU unterstützten den Vorstoss fast geschlossen (unter anderen enthielt sich BEBV-Präsident Hans Jörg Rüegsegger bei der Frage der Lockerung des Wolfskonzepts), FDP und Grüne stimmten mit ganz wenigen Ausnahmen Nein, während SP, BDP, EVP, GLP geschlossen Nein stimmten.

Besonders ein Dorn im Auge ist Thomas Knutti Wolf M76. Jener Wolf, der im Oberland für zahlreiche Schafsrisse verantwortlich gemacht wird. «Es wäre Zeit, für diesen Wolf beim Bund eine Abschussbewilligung zu erwirken.» Diese sei im Konzept Wolf Schweiz explizit vorgesehen, sagte Knutti.

Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann (SP) sieht ein Abschuss als nicht gerechtfertigt. «Wir müssen im Herdenschutz mehr machen», sagte Ammann. Ueli Gfeller (SVP, Schangnau) merkte an, dass der Herdenschutz nicht in jedem Gelände gleich gut funktioniere. Er sömmert jeweils selber Schafe auf der Alp und hat schon Tiere an den Wolf verloren.

Doch die Mehrheit des Grossen Rats will dem Wolf nicht ans Fell. Die Motionen wurden abgelehnt.

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