20.06.2014 14:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Berner Grüne reichen Stopp-Fracking-Initiative ein
Die Berner Grünen wollen der umstrittenen Erdgas-Fördermethode Fracking frühzeitig einen Riegel schieben. 17'900 Unterschriften hat die Partei mit unterstützenden Organisationen für ein Volksbegehren gesammelt. Am Freitag wurde die Initiative eingereicht.

Die Stopp-Fracking-Initiative fordert ein kantonales Verbot für die Gewinnung und Förderung von Kohlenwasserstoffen, insbesondere Erdöl und Erdgas, aus nicht-konventionellen Lagerstätten. Damit wäre das umstrittene Erdgas-Fracking im Kanton Bern nicht mehr möglich, schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Im März hatte sich bereits das Berner Kantonsparlament für ein Verbot von Fracking ausgesprochen. Das Verbot soll aber erst bei einer nächsten Revision Eingang ins Bergregalgesetz finden - und das könnte dauern. Die Grünen beharrten deshalb auf ihrer Initiative.

Anfang Mai wurde zudem bekannt, dass die Schweizer Firma SEAG offenbar Pläne hegt, im bernischen Rapperswil nach Erdgas zu suchen.
«Diese Ankündigung sollte ein Weckruf für jene sein, die bisher davon ausgingen, dass es in der Schweiz und im Kanton Bern nie zu Fracking kommen wird», sagte Regula Tschanz, Geschäftsführerin Grüne Kanton Bern, am Freitag an einer Medienkonferenz.

Fracking wird eingesetzt, um Erdgas und Erdöl in tieferen und dichteren Gesteinsschichten zu fördern. Dabei werden Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepumpt, um Bodenschätze an die Oberfläche zu transportieren, die mit konventionellen Methoden nicht erreichbar sind. Umweltkreise kritisieren die Fördermethode als schädlich und gefährlich.

Die Initiative wurde von den Grünen mit den unterstützenden Organisationen Pro Natura Bern, WWF Bern, greenpeace Regionalgruppe Bern und der EVP Kanton Bern lanciert. Für das Zustandekommen eines Volksbegehrens braucht es im Kanton Bern 15'000 Unterschriften.

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