6.04.2015 10:24
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bilaterale
Bilaterale: Neues Komitee zur Rettung gegründet
Ein neuer Verein aus Unternehmern und Politikern will für den Erhalt der bilateralen Verträge mit der EU kämpfen. Die letzte Woche gegründete Vereinigung namens «Vorteil Schweiz» tritt dem «EU-NO»-Komitee von alt SVP-Bundesrat Christoph Blocher entgegen.

Zu den Mitgliedern von «Vorteil Schweiz» gehören die Unternehmer Hansjörg Wyss und Jobst Wagner. «Wir sind eine Bewegung für ein wieder positiveres Verständnis der Schweiz zu Europa», sagte Wagner am Sonntag der «Tagesschau» von SRF.

«Viele Leute wollen dasselbe wie wir: für eine weltoffene Schweiz eintreten, die Bilateralen erhalten, aber keinen EU-Beitritt», sagte der Berner Unternehmer und Mäzen in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Die Wirtschaftsverbände hätten sich in den letzten Monaten nicht mit letzter Konsequenz für den Erhalt der Bilateralen und das Völkerrecht eingesetzt.

«Darum braucht es diesen Verein, der die konstruktiven Kräfte bündelt, die sich weder rechtlich noch wirtschaftlich abschotten wollen und sich für den Wohlstand, die Freiheit und die Sicherheit der Schweiz einsetzen.»

Über die Parteigrenzen hinweg seien «alle pragmatischen Kräfte eingeladen, bei der Koalition der Vernunft mitzumachen», sagte Wagner. Auch linksgrüne Politikerinnen und Politiker hätten ihre Unterstützung zugesagt. Laut «SonntagsZeitung» haben sich dem Verein unter anderem Pascale Bruderer (SP/AG), Filippo Lombardi (CVP/TI) Raphaël Comte (FDP/NE) und Hans Grunder (BDP/BE) angeschlossen.

Wyss und Wagner unterstützen den Verein mit einer «substanziellen Summe», wie Wagner gegenüber SRF sagte. Der Milliardär Hansjörg Wyss unterstützt bereits die Gruppe «Raus aus der Sackgasse» (RASA). Diese hatte im Dezember 2014 die Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse! Verzicht auf die Wiedereinführung von Zuwanderungskontingenten» lanciert.

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