16.11.2017 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Solothurn
Bio Suisse unterstützt Hornkuh-Initiative
Der Vorstand der Bio Suisse hat für die Hornkuh-Initiative von Armin Capaul die Ja-Parole beschlossen.

Noch an der Präsidentenkonferenz vor ein paar Wochen war für die Initiative Stimmfreigabe vorgestellt worden. Doch dann waren die Rückmeldungen so, dass der Vorstand sich in der Folge für die Ja-Parole entschied. Das berichtete Martin Bossard, Politikverantwortlicher bei Bio Suisse, an der Delegiertenversammlung vom Mittwoch in Olten SO.  

«Ein Bio-Bauer ist der Held» 

Als Gründe für das Ja des Vorstands zählte Bossard auf: 

  • Hörner sind wichtig, die Bio-Suisse-Richtlinien verlangen im Grundsatz, «zootechnische Eingriffe auf ein Minimum zu beschränken» 
  • Das Anliegen ist den Konsumenten sympathisch und hat Chancen 
  • Ein Biobauer – Armin Capaul – ist der Held der Geschichte 
  • Die Politik hätte das Anliegen aufnehmen können. Das hat sie verpasst. Also ist nicht Capaul schuld, wenn er nun via Initiative die Verfassung ändern will.  

DV könnte Entscheid noch ändern 

Als Gegenargumente nannte Bossard, dass der Hornkuh-Beitrag auf Kosten andere Direktzahlungen gehen wird. Auch seien die Bioproduzenten unterschiedlicher Meinungen, und es gäbe auch Chancen am Markt («Hornmilch»). 

Urs Brändli betonte: Wenn ein Antrag kommt, wird die Delegiertenversammlung über die Parole entscheiden.  

Die anderen Parolen von Bio Suisse, so wie sie der Vorstand beschlossen hat:  

  • Nein zur Initiative für Ernährungssouveränität 
  • Stimmfreigabe zur Fair-Food-Initiative 
  • Abwarten bei den zwei Anti-Pestizid-Initiativen 

 

 

 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE