10.03.2014 09:30
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
GMF
BLW will den Kälbermästern bei GMF entgegenkommen
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sucht nach einer Lösung, wie Milchpulver bei GMF gehandhabt werden soll.

Milchpulver wird als Ergänzungsfutter betrachtet und zählt zum Kraftfutter. Das erschwert den Kälbermästern die Teilnahme am Programm zur graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion GMF. Auch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sieht diese Auswirkungen.

Erfordert Änderung der Direktzahlungsverordnung

«Sie waren nicht geplant», betont BLW-Pressesprecher Jürg Jordi. «Wir sind mit der Branche im Gespräch und suchen Lösungen.» Eine Möglichkeit wäre, das Milchpulver bei GMF speziell zu behandeln. Zur Diskussion steht auch, die Mastkälber nicht für GMF zu zählen. «Wir wollen alle Möglichkeiten offenlassen und mit der Branche diskutieren», sagt Jordi. «Das erfordert eine Änderung der Direktzahlungsverordnung. Die muss in die Anhörung und vom Bundesrat genehmigt werden. Sie kann erst 2015 in Kraft treten.»

Auch bezüglich Alpung wurden mit der Branche Gespräche geführt. Für die Kontrolle von GMF zählt die Suisse-Bilanz. Bei der wird der effektiv gehaltene Tierbestand auf dem (Ganzjahres-)Betrieb während eines Jahres zur Berechnung des Grundfutterverzehrs  herangezogen. Dabei werden Tiere, die auf dem Betrieb nicht anwesend sind, nicht berücksichtigt. Dies sehen betroffene Betriebe als Bestrafung, weil der während der Alpung hohe Anteil an Gras in der Ration nicht berücksichtigt wird.

Lösung bei Alpung in Sicht

«Wir haben deshalb mit der Branche eine Lösung gefunden, wie man das Futter, das Rinder und Kühe auf der Alp fressen, für die Berechnung der GMF-Tauglichkeit berücksichtigen kann», gibt Jordi zur Auskunft. Die vorgeschlagene Lösung sieht vor, dass das Alpfutter und die Alpkühe in die Berechnung der Futterbilanz für die Kontrolle des GMF-Programms einfliessen. Derzeit befindet sich der Vorschlag in Anhörung. Eine Anpassung könnte schon für die Sömmerung 2014 gelten.

Bereits geregelt wurde die GMF-Zuteilung der Betriebe, die Land im Tal- und im Berggebiet haben. Massgebend ist der Hauptanteil der LN und nicht das Betriebszentrum.

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