30.05.2017 18:18
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Milchmarkt
«BOM macht sich über Bauern lustig»
Wenn das System nicht verbessert wird, so können keine Veränderungen erhofft werden, schreibt Uniterre in einer Medienmitteilung am Dienstag betreffend Milchpreis für Molkereimilch im A-Segment.

«Obwohl viele Indikatoren im grünen Bereich sind: Stabilisierung des internationalen Marktes und der Rückgang der helvetischen Milchproduktion- fährt die BOM offen weiter, sich über die Milchbäuerinnen und Milchbauern lustig zu machen», sagt Uniterre. Die festgelegten 65 Rappen pro Kilo Milch seien eine dreifache Ungerechtigkeit. Für die Organisation sind es die folgende Ungerechtigkeiten:

- Sie verfolge nicht die Entwicklung des Marktes

- Sie würden weit unter den Produktionskosten liegen

- Sie würden sowieso nur selten ganz ausbezahlt. Die Käufer arrangieren sich eine Marge, welche einen komfortablen Handlungsspielraum zulassen würde, um die Milch nach ihrem Gutdünken bezahlen zu können.

Es sei wichtig, daran zu erinnern, dass sämtliche Akteure der Milchverarbeitung und des Milchhandels ihre Verkaufspreise so ansetzten, dass ihre Produktionskosten gedeckt würden, so Uniterre. Die Bauern erhielten aber immer noch keine kostendeckenden Milchpreise.

Keine faire Verteilung

Weiter hiess es, die BOM mache ihre Arbeit nicht: Ganz dem Willen der Käufer und Verarbeiter unterworfen, verfolge sie offensichtlich nicht das gesteckte Ziel. Dieses fordert eine faire Verteilung der Wertschöpfung auf sämtliche Akteure im Milchsektor. Uniterre fordert deshalb eine Reform des Systems und einen Milchpreis, der den Leistungen der Produzenten entspricht.

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