27.04.2017 16:34
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
BOM will zwei neue Fonds
Am Donnerstag haben die Delegierten der Branchenorganisation Milch (BOM) mit Peter Hegglin einen neuen Präsidenten gewählt. Zudem haben die Delegierten zwei neuen Fonds zugestimmt, die die Schoggigesetz-Regelung ersetzen sollen.

Der CVP-Ständerat Peter Hegglin aus dem Kanton Zug wird die Nachfolge von Markus Zemp antreten. Der Meisterlandwirt und ehemalige Finanzdirektor des Kantons Zug tritt sein Amt per sofort an. Zudem haben die BOM-Delegierten eine Nachfolgelösung für das Schoggigesetz verabschiedet. Die zwei neuen Reglemente sollen das bisherige System ersetzen. Das Reglement basiert auf zwei Fonds.

Der «Fonds Rohstoffverbilligung Nahrungsmittel» soll in Zukunft dafür sorgen, dass die Schweizer Nahrungsmittelindustrie für ihre Exporte inländische Milchrohstoffe zu konkurrenzfähigen Preisen erhält, schreibt die BOM am Donnerstag in einer Mitteilung. Damit will die Branche Anreize schaffen, dass die Verarbeiter auf den Veredelungsverkehr verzichten. Bei der aktiven Veredelung können die zu veredelnden Waren (in diesem die Milch) zollbefreit oder mit Anrecht auf Zollrückerstattung vorübergehend aus dem Ausland eingeführt werden. Anschliessend werden die Produkte wieder ausgeführt.

Der «Fonds Regulierung» will Exporte von Milchfetten finanziell unterstützen, wenn der Markt durch saisonale Überschüsse aus dem Gleichgewicht zu geraten droht, so die BOM. Alimentiert werden die beiden neuen Fonds mittels einer Abgabe auf jedem Kilogramm nicht verkäste Milch bei den Milchverarbeitern. Die heutigen Schoggigesetzgelder werden dafür umgelagert in eine neue Milchzulage an die Bauern. Diese wird wiederum auf Stufe Verarbeiter eingezogen gemäss den am Donnerstag verabschiedeten Reglementen. Die neue Milchzulage soll ab dem 1. Januar 2019 erstmals ausbezahlt werden. 

Bedingung für das Inkrafttreten der neuen Reglemente ist ein Entscheid des Parlaments für eine Umlagerung der bisherigen Schoggigesetzmittel in die neue Milchzulage. Der National- und Ständerat befindert voraussichtlich ab dem Herbst 2017 über das entsprechende Gesetz.

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