9.05.2017 08:07
Quelle: schweizerbauer.ch - Raphael Bühlmann
Frost
Bourgeois will Bauern helfen
Nationalrat Bourgeois fordert Massnahmen für die frostgeschädigten Bauern. Zudem soll eine langfristige Lösung her.

Die jüngsten Frostschäden haben Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP, FR) veranlasst, eine Motion einzureichen. Darin verlangt er, dass sich der Bundesrat an der Schadeneinschätzung beteiligt und zusammen mit den betroffenen Kantonen kurz- und mittelfristige Massnahmen definiert.

Ausmass ist beispiellos


In seinem eingereichten Vorstoss argumentiert Bourgeois, dass in vielen Teilen des Landes der Frost schwerste Schäden, vor allem in den Weinbergen und Obstgärten, verursacht hat. «Das Ausmass in diesem Jahr ist beispiellos. Tausende von Hektaren sind betroffen», schreibt der Nationalrat und Direktor des Schweizer Bauernverbandes (SBV) in seiner Begründung.

In Anbetracht dieser aussergewöhnlichen Situation soll der Bundesrat mit Hilfe der Kantone nach Lösungen suchen, um die betroffenen Winzer und Obstbauern zu unterstützen. Konkret schlägt Bourgeois vor, dass gestützt auf den Artikel 79 des Landwirtschaftsgesetzes zinslose Darlehen gewährt werden oder dass ein Aufschub der Tilgung von Investitionskrediten gewährt wird.

Staat soll Prämien zahlen

Bourgeois geht aber noch einen Schritt weiter. Mittelfristig denkt er eine staatliche Beteiligung an Prämienzahlungen an. Er will, dass der Bund eine solche ebenfalls untersucht. Eine solche Beteiligung werde auch in anderen Ländern bereits geprüft. In Österreich, Frankreich, Italien oder Spanien wird eine Prämien-Unterstützung im Umfang von 50 bis 65 Prozent diskutiert.

«Durch die Beteiligung des Staates würden Winzer und andere Erzeuger besser vor Gefahren von natürlichen Schäden geschützt», so Bourgeois. Er weist zudem darauf hin, dass die Direktzahlungen den Schaden nicht abfedern können, weil sich die betroffenen Spezialkulturen auf kleiner Fläche befänden. 


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