22.11.2016 07:33
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bundesrat
BR Schneider will Landwirtschaft anpassen
Nach den Präsidentschaftswahlen steuert die USA auf eine wirtschaftliche Abschottung zu. Das könnte sich die Schweiz nie leisten, sagte Bundespräsident Johann Schneider-Ammann in einer Rede am Montagabend in Genf.

Schneider-Ammann sieht eine Welle des Protektionismus auf die Wirtschaft zu rollen. Der Erfolg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den USA habe gezeigt, dass sich Wahlen gewinnen liessen mit Parolen gegen die Globalisierung, sagte er in einer Rede anlässlich des Ministertreffens der EFTA in Genf.

Die Propagandastrategie sei dabei in den USA die gleiche gewesen wie beim Brexit, sagte Schneider-Ammann. Der Ruf nach stärkerer wirtschaftlicher Abschottung sei eine politische Antwort auf die Frustration eines Teils der Bevölkerung. Für die Schweiz jedoch, in der jeder zweite Franken mit dem Export von Gütern verdient werde, sei Protektionismus keine Option. Die Schweiz habe in dieser Hinsicht keine Wahl. Schneider-Ammann bezeichnete in diesem Zusammenhang auch den freien Personenverkehr als unverzichtbar.

Der Bundespräsident sieht jedoch auch eine Notwendigkeit, das Verhältnis der Schweiz und der EU ausgeglichen zu gestalten. Grosse Teile der Schweizer Bevölkerung zweifelten in der Zwischenzeit am Nutzen der Globalisierung. Zudem sorge die Digitalisierung für Verunsicherung.

Der nächste Bericht zur wirtschaftlichen Aussenpolitik müsse sich dieser Themen annehmen, sagte Schneider-Ammann. Ebenfalls in diesem Zusammenhang ein vordringliches Thema ist für den Bundespräsidenten die Landwirtschaft. Die Schweiz müsse die Anpassung der Landwirtschaft an den Freihandel vorantreiben, sagte er. Dabei müsse der Bund vermehrt die Forschung und die Ausbildung in diesem Wirtschaftsbereich fördern.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE