26.06.2020 18:25
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Ständerat
Brot-Herkunft soll deklariert werden
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK) verlangt eine Deklarationspflicht für Brot und Backwaren: Das Produktionsland soll an einem für Kundinnen und Kunden gut sichtbaren Platz angegeben werden.

Die Kommission hat sich mit der Motion von Ständerat Peter Hegglin (CVP/ZG) «Deklaration der Herkunft und des Verarbeitungsorts von Brot und Backwaren» befasst. Sie war ihr vom Ständerat zur Vorprüfung zugewiesen worden. Die Motion möchte erreichen, dass die Geschäfte, welche direkt oder in verarbeiteter Form (z. B. Sandwiches) Brot und Backwaren verkaufen oder bereitstellen (z. B. Restaurants), an einem für den Kunden sichtbaren Platz die Herkunft der Rohwaren und den Verarbeitungsort aufzeigen.

Die Kommission erwog auf der Grundlage der Zuweisung durch den Ständerat die Position der Branche und nahm mit Vertretern des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) eine Auslegeordnung zu den entsprechenden Bestimmungen im Lebensmittelrecht vor.

Die Kommission ist sich bewusst, dass angesichts der steigenden Importe von Backwaren die Bedeutung von deren Rückverfolgbarkeit zunimmt. Sie möchte deshalb eine Deklarationspflicht des Produktionslandes für offen verkauftes Brot und Backwaren einführen. Dabei sollen die Angaben an einem für den Kunden sichtbaren Platz erfolgen.

Die Kommission hat die Motion mit dieser Forderung einstimmig eingereicht, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Angesichts der steigenden Importe von Backwaren nehme die Bedeutung von deren Rückverfolgbarkeit zu.

Zur Ablehnung empfiehlt die Kommission die Motion von Ständerat Peter Hegglin (CVP/ZG), der eine Deklarationspflicht für die Rohstoffe verlangt. Dieser Entscheid fiel mit 9 zu 1 Stimmen.

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