27.05.2014 07:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bund
Bund versteigert erstmals 150'000 Emissionsrechte
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat erstmals CO2-Emissionsrechte an interessierte Unternehmen versteigert. Es handelt sich um jene Emissionsrechte, die nicht kostenlos verteilt wurden. Der Preis von rund 40 Franken liegt laut BAFU weit über jenem für ein europäisches Emissionsrecht.

Vom 14. bis 21. Mai hätten insgesamt 150'000 Emissionsrechte ersteigert werden können, teilte das BAFU am Montag mit. Der Preis wurde aufgrund der eingegangenen Gebote berechnet und lag bei 40 Franken pro Emissionsrecht.

CH: Seit 2013 eigenes System

Die Schweiz hat seit Anfang 2013 ein eigenes Emissionshandelssystem. Grosse, energieintensive Unternehmen müssen automatisch daran teilnehmen, im Gegenzug sind sie von der CO2-Abgabe befreit. Mittelgrossen Unternehmen steht die Teilnahme offen.

Der Handel mit Emissionsrechten funktioniert wie folgt: Ein Unternehmen darf so viel CO2 ausstossen, wie es Emissionsrechte besitzt. Für zusätzliche Emissionen wird eine Sanktion von 125 Franken pro Tonne CO2 fällig. Überschüssige Emissionsrechte dagegen können an andere Unternehmen verkauft werden.

Die meisten Emissionsrechte kostenlos

Den grossen Teil der Emissionsrechte verteilt der Bund kostenlos. Die nicht zugeteilten Gutschriften werden - wie nun erstmals geschehen - versteigert. Der Preis von rund 40 Franken liege weit über jenem für ein europäisches Emissionsrecht, hält das BAFU fest. Dies zeige, dass Unternehmen am Kauf von zusätzlichen Emissionsrechten interessiert seien.

Der Bundesrat will das Schweizer Emissionshandelssystem mit jenem der Europäischen Union verknüpfen. Die Verhandlungen dazu laufen seit Jahren, wurden aber nach dem Ja zur SVP-Zuwanderungsinitiative am 9. Februar vorübergehend ausgesetzt.

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