Donnerstag, 21. Januar 2021
29.11.2019 16:13
Littering

Bundesrat will Littering bekämpfen

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Von: sda

Der Bundesrat will gegen das Littering vorgehen, das achtlose Wegwerfen von Abfall wie Plastik, Aludosen und Zigarettenstummel. Er beantragt dem Parlament, eine Vorstoss mit dieser Forderung anzunehmen.

Die Motion ist offen formuliert: Jacques Bourgeois (FDP/FR) will den Bundesrat beauftragen, die Gesetzgebung anzupassen, um Massnahmen gegen das Littering ergreifen zu können. Dabei soll zwischen dem urbanen und dem ländlichen Raum unterschieden werden.

Umweltbelastungen

Immer noch würden Abfälle im grossen Stil einfach weggeworfen, schreibt Bourgeois. Das schade nicht nur dem Image der Schweiz, sondern führe auch zu Umweltbelastungen. So enthielten beispielsweise Zigarettenstummel Mikroplastik.

Im ländlichen Raum verursachten Aludosen zunehmend Probleme für das Vieh. Wenn Tiere Stücke davon verschluckten, müssten sie in den meisten Fällen geschlachtet werden.

Letzter Versuch gescheitert

Der Bundesrat veröffentlichte seinen Antrag auf Annahme der Motion am Donnerstag ohne Begründung. Heute ist Littering in einigen Kantonen strafbar, in anderen nicht. Vor drei Jahren hatte sich der Nationalrat gegen schweizweite Littering-Bussen ausgesprochen.

Er lehnte damals eine Änderung des Umweltschutzgesetzes mit 96 zu 86 Stimmen bei 5 Enthaltungen ab. Seine Umweltkommission hatte eine Gesetzesvorlage ausgearbeitet, die für das Wegwerfen oder das Liegenlassen kleiner Abfallmengen Bussen bis zu 300 Franken vorsah.

Auch damals hatte Jacques Bourgeois den Anstoss gegeben. Nun startet er einen neuen Versuch. Ob das neu zusammengesetzte Parlament eine Gesetzesänderung befürwortet, wird sich zeigen.

Littering bezeichnet das Wegwerfen oder Liegenlassen kleiner Mengen Siedlungsabfall, ohne dabei die bereitstehenden Entsorgungsstellen zu benutzen. Littering generiert hohe Kosten. Die Ursachen sind vielfältig, zum Beispiel veränderte Konsum- und Ernährungsgewohnheiten oder das Freizeitverhalten. Gravierend wird es, wenn die Abfälle in Futterflächen zu liegen kommen. Die Bauern sehen die Abfälle im hohen Gras nicht. Durch das Mähwerk werden Plastik oder Metall zerkleinert. Diese kleinen Teile gelangen in konserviertes Futter wie Heu oder Silage. Und dann wird es kritisch. Die spitzen Fremdstoffe in Form von Splittern können beispielsweise bei Kühen zu schweren, inneren Verletzungen führen. blu

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