Samstag, 4. Dezember 2021
25.04.2019 16:31
Verband

Challandes ist neue Präsidentin der Bäuerinnen

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Von: lid

Nach acht Jahren gab Christine Bühler ihr Amt als Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenvereins (SBLV) an die Neuenburgerin Anne Challandes weiter. Die Juristin und Bäuerin Challandes zeigte sich motiviert, sich der neuen Herausforderung zu stellen.

An der Delegiertenversammlung des SBLV liess die abtretende Christine Bühler ihre acht Jahre als Präsidentin Revue passieren. Ohne gross zu zögern sei Bühler an ihrer allerersten Vorstandssitzung dem Vorschlag der damaligen Vizepräsidentin nachgekommen. Diese hatte angeregt, am Frauenstreik 2011 teilzunehmen. Überrascht von der Wirkung dieses Entschlusses und dem grossen medialen Echo durfte der Bäuerinnen- und Landfrauenverband feststellen, dass der Öffentlichkeit das Wohlergehen der Frauen auf dem Lande sehr wohl am Herzen liege.

Gleichstellung als Hauptthema

Das Thema Gleichstellung und soziale Absicherung der Frau im bäuerlichen Umfeld zog sich nicht nur durch die Eröffnungsrede der Präsidentin, sondern wie ein roter Faden durch die ganze Versammlung. Einmal mehr darf der SBLV auf ein intensives, aber vielfältiges und buntes Verbandsjahr zurückblicken.

Als Hauptprojekt 2018/2019 bezeichnete Bühler den internationalen Tag der Hauswirtschaft. Unter der Leitung der Co-Geschäftsführerin Colette Basler konnten die schweizweit über 40 Anlässe als Erfolg verzeichnet werden. Bühler wies besonders auf die Bedeutung in Bezug auf klimafreundliches Wirtschaften hin, denn „jeder einzelne kann in seinem Haushalt etwas gegen den Klimawandel tun“. So wurden denn auch drei Schulklassen ausgezeichnet, die mit einem Projekt zum Hauswirtschafts-Tag die Brücke zwischen Konsumenten und bäuerlichen Produzenten schlugen.

Eine konstruktive Kritikerin

Christine Bühler wurde von allen Seiten verdankt. Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbandes, trenne sich ungern von Christine Bühler als Präsidentin des „Schwesternverbandes“. Bühler sei stets engagiert, mutig, kompetent unterwegs gewesen und hätte – wie man das von einer Bäuerin und einem Bauern Zuhause kennt – stets mit konstruktiver Kritik zu einer Lösungsfindung beigetragen.

Die Wertschöpfung ins Zentrum stellen, da seien sich die beiden aber immer einig gewesen. Verdankungen an Bühler und Willkommenswünsche für Challandes wurden auch von Maya Graf (Co-Präsidentin des Bundes Schweizerischer Frauenorganisationen), Bernard Belk (Vizedirektor Bundesamt für Landwirtschaft), Lisa Vogt (Lehrgangsverantwortung Fachkurs Bäuerin) und Ulrich Ryser (Direktor Agridea) übergeben.

Wechsel in den Kommissionen und kantonalen Stellen

Neben den Meldungen aus den verschiedenen Kommissionen musste sich der SBLV von den beiden Vorstandsmitgliedern Annekäthi Schluep-Bieri (Präsidentin Kommission Familien- und Sozialpolitik) und von der Vizepräsidentin Monique Tombez, verabschieden. Neu werden die Waadtländerin Silvia Amaudruz und die Aargauerin Flavia Ursprung diese Aufgaben übernehmen. Die Mitglieder der Präsidentinnenkonferenz Rösi Räss (AI), Feliciana Giussani und Ester Monaco (TI), Judith Infanger und Paula Zurfluh (UR) und Anne-Lise Thürler von der ARPP wurden verdankt. An ihre Stellen treten Mechtild Grubenmann (AI), Tanja Bisacca (TI), Margrith Gisler (UR) und Laurence Bassin (ARPP). Auch Marianne Kessler, langjährige Prüfungsleiterin, hat ihr Amt ihrer Nachfolgerin Rajka Frei weitergegeben.

 

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