30.10.2013 12:44
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Klima
CO2: Schweiz setzt sich für weniger Emissionen ein
Im November findet in Warschau (Polen) die 19. UNO-Klimakonferenz statt. Der Bundesrat hat am Mittwoch das Verhandlungsmandat für die Schweizer Delegation verabschiedet. Diese soll sich für klare und transparente Regeln einsetzen.

Die Konferenz findet vom 11. bis zum 22. November statt. Umweltministerin Doris Leuthard wird am Ministertreffen teilnehmen, das ab dem 19. November stattfindet. An der Klimakonferenz von Warschau sollen zum einen die Entscheide konkretisiert werden, die letztes Jahr in Doha getroffen wurden. 

Zum anderen sollen die Regeln für die Zeit ab 2020 präzisiert werden - entsprechend dem Grundsatz, dass sich alle Staaten an den Anstrengungen zur Reduktion der Emissionen beteiligen müssen. Der entsprechende Vertrag soll dann 2015 in Paris angenommen werden. 

Präzise und transparente Regeln 

An der Konferenz von Doha im vergangenen Jahr hatten die Teilnehmerstaaten das Klimaregime für die Jahre 2013 bis 2020 definiert. Das Kyoto-Protokoll wurde verlängert. Gewisse Industrieländer - unter ihnen die EU-Länder und die Schweiz - kündigten verbindliche Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen an. Für Industrieländer wie die USA, die das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet hatten, sowie für die Entwicklungsländer wurde ein freiwilliges System zur Reduktion der Emissionen eingerichtet. 

Die Schweizer Delegation werde beantragen, dass die freiwilligen Verpflichtungen aller Länder präzise und transparent definiert würden, schreibt das Umweltdepartement (UVEK). Industrieländer, die das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet hätten, sollten ihre Emissionen im vergleichbaren Umfang reduzieren wie die Unterzeichnerstaaten. 

Breite Basis an Geldgebern 

Thema der Konferenz ist auch der «Green Climate Fund», mit dem ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen zur Umsetzung der Klimapolitik in den Entwicklungsländern mobilisiert werden sollen. Die Schweiz will sich für eine transparente Finanzierung und eine möglichst breite Basis an Geldgebern einsetzen. 

Allgemein will die Schweizer Delegation beim Klimaregime ab 2020 dafür plädieren, dass sich die Staaten auf Reduktionsziele verpflichten, ohne diese an Bedingungen zu knüpfen. Die Verpflichtungen sollten rechtsverbindlich, klar, quantifizierbar und messbar sein sowie nach einheitlichen Regeln überprüft werden können, schreibt das UVEK.

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