16.04.2020 15:31
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Coronakrise
Corona-Massnahmen werden gelockert
Die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie werden schrittweise aufgehoben. Das hat der Bundesrat am Donnerstag beschlossen. Am 27. April öffnen Coiffeurgeschäfte, Baumärkte und Gartencenter. Zwei Wochen später soll der Unterricht wieder aufgenommen werden.

Die Zahl der Neuansteckungen geht seit bald zwei Wochen zurück, die Kapazität der Schweizer Spitäler ist bisher nie ausgereizt worden. Die Experten des Bundes gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie überschritten ist - nicht zuletzt dank der Disziplin der Bevölkerung über die Ostertage.

27. April: Anbieter «personenbezogener Dienstleistungen»

Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat vergangene Woche eine schrittweise Lockerung der Mitte März beschlossenen Einschränkungen angekündigt. Nun hat er einen Fahrplan mit drei Etappen vorgelegt.

In einem ersten Schritt dürfen am Montag, 27. April, Anbieterinnen und Anbieter «personenbezogener Dienstleistungen» ihre Türen öffnen. Dazu gehören neben Coiffeurgeschäften auch Kosmetiksalons und Nagelstudios. Auch die Einschränkungen für Arztpraxen, Spitäler, Zahnärzte, Physiotherapie und medizinische Massagen werden aufgehoben.

Geöffnet werden ebenfalls Bau- und Gartenfachmärkte sowie Gärtnereien und Blumenläden. Auch Blumenfelder werden wieder gestattet. Ab dem 27. April werden zudem die Sortimentsbeschränkungen in Lebensmittelläden aufgehoben: Wenn sich Güter des täglichen Bedarfs und weitere Güter auf der Verkaufsfläche der Lebensmittelläden befinden, dürfen sie verkauft werden.

11. Mai: Schulen und Märkte

In den folgenden zwei Wochen will der Bundesrat den Verlauf der Epidemie beobachten. Bleibt die Zahl der Ansteckungen unter Kontrolle, können ab dem 11. Mai die Eltern aufatmen. Dann soll der Unterricht in den obligatorischen Schulen wieder aufgenommen werden. Zudem dürfen Einkaufsläden und Märkte wieder öffnen. Den Entscheid darüber will der Bundesrat am 29. April fällen.

8. Juni: Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe und Versammlungsverbot 

Am 8. Juni sollen in einem dritten Schritt die Mittel-, Berufs- und Hochschulen wieder Präsenzveranstaltungen abhalten dürfen. Gleichzeitig sollen Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, botanische Gärten und Zoos wieder öffnen und das Versammlungsverbot gelockert werden. Die Details zu dieser Etappe will der Bundesrat am 27. Mai beschliessen.

Der Übergang von einer Etappe zur nächsten erfolge dann, wenn es zu keinem deutlichen Anstieg von Covid-19-Fällen gekommen sei, schreibt der Bundesrat. Zwischen den einzelnen Schritten müsse genügend Zeit verstreichen, um die Auswirkungen der Lockerungen beobachten zu können. Kriterien sind die Anzahl Neuinfektionen, Spitaleinweisungen und Todesfälle sowie die Spitalbelegungszahlen.

Keine Angaben zu Gastronomie

Über weitere Etappen hat der Bundesrat noch keine Beschlüsse gefasst. Insbesondere äussert er sich nicht zu Lockerungen in der Gastronomie. Ab wann Grossveranstaltungen wieder möglich sein werden, entscheidet er in einer seiner nächsten Sitzungen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE