6.10.2013 18:06
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
CVP
CVP-Präsident Darbellay will in Walliser Regierung
Christophe Darbellay sieht seine politische Zukunft im Wallis. In zwei Jahren tritt er als Nationalrat und CVP-Präsident zurück. Danach will er einen neuen Anlauf nehmen, um in die Walliser Regierung einzuziehen. Für die Wahlen 2009 hatte ihn seine Partei nicht aufgestellt.

Darbellay will 2017 für einen Sitz im Walliser Staatsrat kandidieren. Der 42-Jährige bestätigte der sda entsprechende Meldungen der Zeitung «Le Nouvelliste» und des Westschweizer Radios RTS vom Samstag. 

Von der nationalen Politbühne tritt Darbellay voraussichtlich in zwei Jahren ab. Nationalrat und CVP-Parteipräsident werde er bis zum Ende der Legislaturperiode 2015 bleiben, kündigte er an. 

Als Präsident noch bis 2016 gewählt

Seinen Sitz im Nationalrat kann er auch gar nicht länger behalten, denn die Statuten der CVP Unterwallis sehen eine Amtszeitbeschränkung von drei Legislaturperioden vor. Der 2003 erstmals in den Nationalrat gewählte Darbellay kann sich deshalb 2015 nicht zur Wiederwahl stellen. 

Als Präsident der CVP ist Darbellay eigentlich noch bis 2016  gewählt. Bereits vor seiner Wiederwahl 2012 hatte er aber verlauten  lassen, dass seinen Platz früher frei machen werde. 

Im ersten Anlauf gescheitert 

Darbellays Ambitionen auf Kantonsebene kommen nicht überraschend.Bereits einmal hatte er versucht, einen Platz in der Walliser Regierung einzunehmen - und war an seiner eigenen Partei gescheitert. 

Diese hatte ihn nicht für die Staatsratswahlen von 2009  nominiert. Zum Zug kam stattdessen Maurice Tornay, der derzeit das Unterwallis im Staatsrat vertritt. Darbellay kündigte aber bereits damals an, dass er zu einem späteren Zeitpunkt erneut kandidieren wolle. 

Nicht gegen Tornay und Melly gerichtet 

Seine Kandidatur im Jahr 2017 richte sich weder gegen Tornay noch gegen Jacques Melly, sagte Darbellay am Samstag in der RTS-Sendung «Forum». Sein Parteikollege Melly vertritt derzeit das Zentralwallis in der fünfköpfigen Kantonsregierung. 

«Es wird nie mehr einen Kampf Tornay-Darbellay geben, das versichere ich Ihnen», sagte Darbellay. Es sei möglich, dass das Unterwallis zwei Sitze im Staatsrat halte und beide von der CVP besetzt würden. 

Begonnen hatte Darbellay seine politische Laufbahn in der CSP Unterwallis. 1999 kandidierte er als deren Vertreter für den Ständerat und landete auf dem vierten Platz. 2003 wurde er für die CVP in den Nationalrat gewählt; 2006 übernahm er als 35-Jähriger das Parteipräsidium von Doris Leuthard.

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