24.06.2013 07:37
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Salzmann
Organisationen
«Das Referendum zur AP muss zustande kommen»
Max Locher heisst der neue Präsident des Bäuerlichen Zentrums Schweiz (BZS), das gegen die neue Agrarpolitik kämpft.

«Je länger je mehr bin ich von der Notwendigkeit des Referendums gegen die Agrarpolitik 2014–2017 (AP 2017) überzeugt», sagte Josef Kunz, alt Nationalrat und abtretender Präsident des BZS, an der Generalversammlung in Reiden LU.

Erstens sei die AP 2017 eine «Missgeburt», welche die Bürokratie fördere und die Nahrungsmittel produzierende Landwirtschaft zugunsten der «Feierabendlandwirtschaft» schwäche. Zweitens stört sich Kunz daran, dass viele bäuerlichen Organisationen gegen das Referendum arbeiten – «weil sie ein Problem haben, wenn wir Basis-Bauern das Referendum zustande bringen».

Wenn die Konsumenten von Kunz hörten, dass mit der neuen AP mehr Lebensmittel importiert werden müssten, unterschrieben sie bei ihm sofort den Referendumsbogen. Laut Heinz Siegenthaler, Präsident des Bernisch Bäuerlichen Komitees, ist die Senkung der SAK-Faktoren nur aufgeschoben und nicht aufgehoben.

Kunz gibt das Präsidium an Max Locher aus Biembach BE weiter, will dem BZS aber treu bleiben, wie er sagte. Locher wünscht sich: «Wer aufmuckt, soll nicht einfach als Stänkerer und Polterer bezeichnet werden.» Allgemein sei es ein grosses Problem, dass die Verbände mit all den «Lohnempfängern» zu wenig konkrete Preisforderungen stellten, kritisierte Kunz. Die Bedeutung der Basisorganisationen sei enorm – «sonst schlafen die Verbände noch komplett ein».

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