16.04.2014 17:38
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Salzmann
Bio Suisse
Delegierte von Bio Suisse wollen GMF noch nicht obligatorisch erklären
Die Delegierten der Bio Suisse wollen das Programm für graslandbasierte Milch-und Fleischproduktion (GMF) nicht bereits per 1. Januar 2018 für obligatorisch erklären.

 62 Delegierte stimmten an der DV für die Rückweisung dieses Geschäfts, 21 wollten wie der Vorstand und andere Gremien von Bio Suisse GMF auf diesen Zeitpunkt hin in die Knospe-Richtlinien aufnehmen.

Bio-Suisse-Präsident Urs Brändli warb für GMF. "Die Wiederkäuer vor allem mit Gras zu füttern, passt zur Knospe." Statt Silomais würden die bio-bauern besser Futtergetreide für die Eier und Schweinefleischproduktion anbauen. Eine gewisse Flexibilität bleibe möglich, es gebe kein Verbot von mais. wer beim Kraftfutter unter 10% bleibe, könne dafür wieder etwas mehr Mais füttern.

Die Rückweisung beantragt hatten Bio Nordwestschweiz, der Verein Bio Liechtenstein, Bio Ostschweiz und Bio Grischun. Esther Zeltner aus Niederbuchsiten SO erklärte: "An unserer Basisversammlung hat sich gezeigt, dass die Silomaisverfütterung für ziemlich viele Betriebe wichtig ist." Es sei eine offene Frage, wieviele Betriebe von dieser weiteren Einschränkung betroffen wären. Helmut Gstöhl aus Eschen  (FL) kritisierte: "Die genaue Ausgestaltung von GMF liegt noch nicht einmal vor." Grundsätzlicher wurde Thomas Herwig aus Soyhières: "Unsere Basis will keine weiteren Einschränkungen nach dem Motto: Der Verband bestimmt, die Basis soll folgen." Jedem Betriebsleiter solle es frei stehen, sich an GMF zu beteiligen."

Nach diesem Entscheid der Delegierten  wird das Geschäft um ein Jahr verschoben. Res Bärtschi, Präsident der Markenkommission Anbau, sagte dazu: "Innerhalb eines Jahres wird sich nicht viel ändern." Scherzhaft meinte er, es sei für ihn als berner bzw. als emmentaler ein kompliment, wenn es heisse, er sei zu schnell.

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