24.04.2015 13:53
Quelle: schweizerbauer.ch - blu. Bilder: sam
Bern
Die BEA 2015 ist eröffnet
In den kommenden zehn Tagen wird die Hauptstadt die grösste Frühlingsmesse der Schweiz beherbergen. Die Landwirtschaft wird dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Am Freitagmorgen trafen sich Politiker und Unternehmer zur Eröffnung auf dem Berner Messegelände. Mit Bildergalerie

Vom 24. April bis zum 3. Mai öffnet auf dem Messegelände Bern-Wankdorf die nach Angaben des Veranstalters grösste Publikumsmesse der Schweiz ihre Tore. Herzstück der BEA/Pferd sind die rund 1000 Aussteller mit ihrem vielfältigen Angebot an Waren und Dienstleistungen und die vielen Tieren. 

Die BEA 2015 steht unter dem Motto «Kuhnterbunt und megastark». Die Aussteller aus den Bereichen Gewerbe und Industrie, Landwirtschaft, Tier und Tierhaltung und Gastronomie sowie die diversen Sonderschaupartner machen die Frühlingsmesse zum vielfältigsten Anlass dieser Art in der Schweiz. Für buntes Treiben während zehn Tagen Messe ist also gesorgt.

Poloturnier, Eliteschau…

An der Eröffnung am Freitagmorgen waren Politiker und Unternehmer zugegen. Sie lauschten den verschiedenen Festreden bei. Bestimmt freuen sie sich auf den Rundgang durch das Messegelände.


Die Eröffnungsreden

Die Macher der BEA 2015 sind sichtlich stolz auf ihr "Produkt". "Die BEA macht glücklich und vor allem der Eröffnungstag macht glücklich. Ich behaupte: Wir sind am glücklichsten Ort der Welt", begrüsste Roland Brand, CEO Bernexpo, die zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Und auch BEA-Präsident Nicolas Markwalder doppelte nach: "Wussten Sie, dass die BEA heute die grösste Publikumsmesse der Schweiz ist?" Über 2000 Vollzeitstellen und über 100'000 Übernachtungen würden durch Bern Expo geschaffen. "Das macht doch glücklich!", sein Fazit.

Markwalder begrüsste zum letzten  als Präsident der Bernexpo die Gäste: "Ich bin überzeugt, dass nach 12 Jahren die Verantwortung in jüngere Hände übergeben werden sollte." Er sei überzeugt, dass seine Nachfolgerin Franziska von Weissenfluh sämtliche Voraussetzungen mit sich bringe für das Amt. In seinem Rückblick auf 12 Jahre BEA analysierte Markwalder das Erfolgsrezept der BEA: "Die stetige Veränderung hat bei uns Tradition. Im Rückblick auf die vergangenen 12 Jahre passt das durchaus. Bei meiner ersten BEA 2004 war das Motto Tradition und Innovation, bei meiner letzten BEA "Kuhnterbunt und Megastark."

Die Bernische Grossratspräsidentin Beatrice Struchen teilte in ihrer Würdigung Markwalders dessen Analyse: "Ausschlaggebend für den Erfolg war und ist seine Bereitschaft, Bewährtes und Bekanntes anzupassen oder sogar aufzugeben." Es gehe nicht darum, ohne Not immer modern zu sein. Sondern darum, sich den mittel- und langfristigen Herausforderungen zu stellen. Uns sie rief die Ereignisse um den Fall der Mauer der DDR in Erinnerung. " Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", habe der Sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow zum DDR-Staatschef Erich Honecker 1988 gesagt. "Fast so revolutionär bleibt uns der Verzicht auf die Berner Platte an der Eröffnungsfeier in Erinnerung", meinte sie schmunzelnd zu einem in der Presse kritisierten Entscheid Markwalders. "Zum Glück verschwand sie nicht ganz, sondern wurde mit anderen Speisen ergänzt", fügte sie an.

Die Bäuerin Struchen würdigte auch die Plattform, welche die Bauern an der BEA hätten: "Wir Bauern werden hier heute als moderne Unternehmer präsentiert. Und das passt. Wohl kaum ein Beruf ist so starkem Wandel ausgesetzt wie die Bauern." Auch sie persönlich stehe wie Markwalder vor einem beruflichen Einschnitt: Mein Mann und ich werden unseren auf Obstkulturen spezialisierten Betrieb an unseren Sohn übergeben." Mit einem sinnigen "La BEA existe!" schloss sie ihre Rede. Samuel Krähenbühl

Am Samstag, 25. April, wird  auf dem BEA-Freigelände ein Showturnier von zwei Poloclubs durchgeführt. Es werden Profis vor Ort über den Ballsport Polo informieren. Die BEA wäre nicht komplett ohne die beliebte Halle «Genuss und Tradition». Die 21 Regionalmarken, die ihre Produkte aus heimischer Fertigung anbieten, liefern Gaumenfreuden und viel Anschauungsunterricht zu regionalem Handwerk. Genuss und Köstlichkeiten jeglicher Art kommen auch an den diversen Verpflegungsständen, Restaurants sowie in der Weindegustationshalle «Vinspiration» nicht zu kurz.

Am Freitag, 1. Mai, findet in der Grossen Arena (Halle 682) die 29. Bernische Eliteschau statt. Aufgeführt werden rund 125 Kühe aus dem Kanton Bern. Diese wurden an den Frühlingsbeständeschauen auserkoren. In den Ring werden Tiere der Rassen Simmental, Fleckvieh, Red Holstein und Holstein zu sehen sein. Das öffentliche Richten (ab 9.30 bis etwa 12.30 Uhr) erfolgt getrennt in rund zehn Kategorien. Die Wahl der Siegerkühe Miss BEA, Schöneutersiegerin und Rassensiegerin erfolgt durch drei Richter.

…Getreide und Pferde

Das Grüne Zentrum widmet seine Sonderschau in diesem Jahr dem Getreide. Den Besuchern werden mit dem Projekt «Vom Korn zum Brot» die verschiedenen Getreidesorten und die Verarbeitung gezeigt. Wer ist der König unter den Getreidearten? Lässt sich Brotgeschmack eindeutig beschreiben? Diese und andere Fragen zur Züchtung und Vermehrung werden im Grünen Zentrum beantwortet.

Parallel zur BEA findet auf dem Messegelände  auch die 26. Pferd statt. Dort gibts wieder alles rund um die faszinierende Welt der Vierbeiner zu begutachten. An der gemäss den Organisatoren grössten Fachmesse der Schweiz erwartet der kleine und der grosse Pferdeliebhaber ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Rassen, bunten Shows, spannendem Sport, Weiterbildung und einem breitem Shopping-Angebot. Bern wird also während zehn Tagen zur Pferde-Hauptstadt der Schweiz. Erwartet werden Besucher aus der ganzen Schweiz.

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