14.04.2018 20:15
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Salzmann
Bio Suisse
Diese 119 Frauen machen Druck
119 Frauen erhoffen von Bio Suisse die Ja-Parolen zur Fair-Food-Initiative und zur Initiative für Ernährungssouveränität. Sie wollen, dass die Delegierten dem Vorstand von Bio Suisse den Weg weisen.

Die 119 Frauen, die innert kurzer Zeit einen offenen Brief unterschrieben haben, haben alle einen engen Bezug zu Lebensmitteln und zu Bio-Produkten im Speziellen. Es sind Bäuerinnen, Angestellte auf Bio-Betrieben, Landfrauen, Konsumentinnen und Städterinnen. Sie unterstützen die Initiative für Ernährungssouveränität, welche die Bauerngewerkschaft Uniterre lanciert hat, und diejenige für Fair-Food, die von der Grünen Partei kommt.

Der Vorstand der Bio Suisse hat letzten Herbst zur Fair-Food-Initiative Stimmfreigabe beschlossen («zu staatslastige Umsetzung»), zur Initiative für Ernährungssouveränität gar die Nein-Parole («zu grosser Eingriff in die Märkte, zu viel Abschottung»). Das stösst diesen Frauen sauer auf.

Sie hoffen von den Delegierten der Bio Suisse, dass die nächsten Mittwoch in Olten auf Antrag einiger Mitgliedorganisationen darüber befinden werden, zu beiden Initiativen die Ja-Parole herauszugeben. Es gehe  um die Förderung der regionalen ökologischen Landwirtschaft und um nicht weniger als eine vorausschauende Organisation einer nachhaltigen Ernährungspolitik hier in der Schweiz, aber auch weltweit. 

Offener Brief

Wir Bäuerinnen, Konsumentinnen, Landfrauen und Städterinnen unterstützen die Initiativen für Ernährungssouveränität und Fair-Food. Deshalb hoffen wir, dass die Delegierten von Bio Suisse den Weg für Veränderungen öffnen und 2x die Ja-Parole beschliessen. In Anbetracht der Entwicklungen in der Schweiz und auf der ganzen Welt wollen wir ein Zeichen setzen. Wir sehen die beiden Initiativen als Chance, um von der Schweiz aus eine klare Botschaft in die Welt zu senden. Dabei geht es um die Förderung der regionalen ökologischen Landwirtschaft und um nicht weniger als eine vorausschauende Organisation einer nachhaltigen Ernährungspolitik hier in der Schweiz aber auch weltweit. 

La Via Campesina hat vor vielen Jahren erkannt, dass der unbegrenzte Freihandel mit landwirtschaftlichen Produkten viel Schaden bringt, im Norden und im Süden. Deshalb soll jedes Land seine Landwirtschafts- und Ernährungspolitik selber bestimmen und diese auch entsprechend schützen können. In diesem Sinne hat La Via Campesina die Initiative für Ernährungssouveränität hier in der Schweiz gefördert und unterstützt. 

Die Fair-Food-Initiative fordert klare Regeln und Nachhaltigkeitsstandards für den Import von Lebensmitteln und hat damit einen wichtigen Punkt des Konzepts der Ernährungssouveränität aufgenommen. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft in der Schweiz sowie auf der ganzen Welt ist uns ein grosses Anliegen. Dies entspricht auch den Schlussfolgerungen des Weltagrarberichts. Deshalb bitten wir die Delegierten von Bio-Suisse eindringlich 2x die JA-Parole für die Ernährungssouveränität und die Fair-Food-Initiative zu beschliessen.


Die Unterzeichnerinnen des offenen Briefes: 

Wendy Peter, Biobäuerin, Willisau LU, Bioforum Schweiz

Regula Imperatori, Biobäuerin, Schelten BE

Maya Graf, Nationalrätin, Grüne und Biobäuerin, Sissach BL

Christa Wellauer, landwirtschaftliche Angestellte, Ebnat-Kappel SG

Lara Feldmann, Demeter-Landwirtin, Iffwil BE

Ulrike Minkner, Biobäuerin, Mont-Soleil BE

Eva Schöni, Biobäuerin, Roche d’Or JU

Tonia Estermann, lernende Biolandwirtin, Biel BE

Monja Bähler, Studentin, Vinelz BE

Stefanie Schenk, Landwirtin Demeter, Renan BE

Catherine Lieberherr, Wattwil SG

Joana Ryser, Gemüsegärtnerin in Ausbildung, Gurzelen BE

Christine Hürlimann, Konsumentin, Céligny GE

Kesang Schneider, Studentin Biologische Landwirtschaft und Hortikultur ZHAW, Val Bregaglia GR

Berthe Darras, Angestellte Bio-Gemüseanbau, Kirchlindach BE

Schmid Manuela, Landwirtin; Bio-Berghof Grüebli, Fankhaus BE

Lara Moser, Tierärztin, Bern

Noëmi Lerch, Älplerin und Schriftstellerin, Aquila TI

Regina Schäppi, Biogärtnerin und Biokonsumentin

Tania Wiedmer, Landwirtin, Epagny FR, Bioforum Schweiz

Daniela Steinmann, Biobäuerin, Roggliswil LU

Piera Sutter, Käserin auf Bio-Bergbauernhof Grüebli, Napf BE

Lionne Spycher, Biobäuerin, Patte de Lion Bern, Ried-Mörel VS

Monika Gerlach, freie Journalistin und Älplerin, Renan BE

Eva-Maria Froidevaux, schulische Heilpädagogin, Flawil SG

Arlette Künzi, Mitarbeit im Bio-Lebensmittelladen der Q-Laden, Verein die Q, Bern

Verena Ramseyer, pensionierte Bio-Bergbäuerin, Mergoscia TI, Mitglied Bergheimat

Laura Huff, Hausfrau, Degersheim; Tina Bürgler, Konsumentin, Sargans SG

Tina Goethe, Konsumentin und entwicklungspolitische Fachperson für globale Ernährungssysteme

Lisa Holzer, Biolandwirtin, Basel; Christa Hänggi, Lehrerin, Flüh SO

Tina Breitenmoser, Lehrerin, Schachen bei Reute AR

Charlotte Müller, Biogärtnerin und Sozialpädagogin, Matzendorf SO

Madlen Weyermann und Marylore Décurnex , agricultrices ferme du joran bio, Orbe VD

Petra Engelhard, Konsumentin und Fachperson Entwicklungszusammenarbeit

Christine Badertscher, Biohof Badertscher, Madiswil BE

Sarah Mader, Konsumentin und Fachperson Agroökologie, Bern

Ester Wolf, Konsumentin und entwicklungspolitische Fachperson, Recht auf Nahrung, Genf

Verena Senn, pensionierte Bio-Bergbäuerin/-käserin, Munt la Reita Cimalmotto TI

Donata Clopath, Bio-Bergbäuerin, Donat GR

Josy Köchli-Bernet, Biobäuerin/Marktfahrerin, Buttwil AG

Anita Triaca, Biobäuerin und Tierärztin, Dietikon ZH

Tabea Kipfer, Biologin, Basel; Claudia Studer, Konsumentin, Basel

Ida Schaffter, Bäuerin,  Metzerlen BL

Annekäthi Schaffter, Landwirtin, Metzerlen BL

Julia Jawtusch, Konsumentin und entwicklungspolitische Fachperson Klimawandel und Landwirtin

Mireille Clavien, Graphiste, Genève

Tabea Münger, Bio-Gemüsebäuerin, Solidarische Landwirtschaft Eulenhof, Möhlin AG

Judith Reusser, Biokonsumentin und entwicklungspolitische Fachperson Ernährungssouveränität

Emilie Butty, Stagière Ferme bio, St.Imier BE

Michelle Zufferey,  ethnologue, Mauraz VD

Sabine Lerch, Biologin, Reinach BL

Maryline Bisilliat, Sociologue, Lausanne

Sarah Lötscher, Projektleitung Schlemmergarten, Basel

 Sylvia Gobeli Güler, Sozialarbeiterin (pensioniert, aktive Freiwillige), Basel

Béatrice Monnet, Administration déléguée, Vétroz VS

Susy Greuter, Basel; Flore Binggeli, chevrière, Granges FR

Francine Fragnière, paysanne, Romont FR

Andréa Jaquier, retraitée, Romont FR

Madeleine Rossier, vulgarisatrice agricole retraitée, Farvagny-le-Petit FR

Cécile Mettraux, agricultrice, Gillarens FR

Sylvie Bonvin-Sansonnens, maître-agricultrice Bio, Députée, Rueyres-les-Prés FR

Hedwige Rigolet, paysanne diplômée, Rue FR

Barbara Tinguely, agricultrice Bio, Belfaux FR

Sylvie Mauron, Paysanne, Villaraboud FR

Fabienne Tâche, Mère de Famille, Tatroz FR

Anne Boutenel, Retraitée, Giez VD

Silva Lieberherr, Agronomin, Zürich

Catherine Merz, Beratung/Sozialpädagogin, Basel

Elisabeth Baudat, Enseignante (chimie), Retraitée, St-Légier VD

Sophie Regard, Chevrière aux Chèvres de la Touvière, Meinier GE

Sophie Hodel, Chevrière aux Chèvres de la Touvière, Meinier GE

Schaller Marianne, Chevrière aux Chèvres de la Touvière, Meinier GE

Caroline Jeanneret, paysanne bio au Domaine de la Touvière, Meinier GE

Rosmarie Imperatori Herzig, Ponto Valentino TI

Anne Gueye-Girardet, Chargée de projets de coopération au développement, La Sarraz VD

Claudia Capaul, Biobäuerin, Perrefittes BE

Marianne Steinemann, Psychotherapeutin ASP, Eschert BE

Brigitte Bettschen-Steiner, freiwillige  Mitarbeiterin Claro-Weltladen, Frutigen BE

Luzia Emmenegger, biologisch-dynamische Landwirtin, Giswil OW

Catherine Chenaux, Collaboratrice d'Exploitation arboricole, Chésopelloz FR

Mila Susanne Laager, Bern

Käthi Brandenberger, pensioniert, Arlesheim BL

Anne-Lise Tombez und Pilar Arce, Femmes Solidaires Sans Frontières, Renens VD

Anna Perret, Experte Systèmes alimentaires durables, Lausanne

Betty Wienfurth, Nadia Ramseyer und Marianne Oberhänsli, Bio-Gemüsegärtnerinnen, Genf

Sarah Meylan Favre, Vigneronne Bio, Cologny GE

Adeline Wegmüller, Vigneronne Bio, Jussy GE

Gaëlle Bigler, médiatrice scientifique, réseaux FRACP et Urgenci, Villarlod FR

Geneviève Ingold und Jeanne Guillaume, Citoyennes, Villars-sur-Glâne FR

Hélène Chatagny, Retraitée, Romont FR; Claude Bocquet, viticultrice, Bernex GE

Sophie Dugerdil, Domaine Dugerdil, Dardagny GE, Vigneron encaveur, Reconversion Bio

Jo Bucher, Biolandwirtin, Baldegg LU

Bettina Wolfgramm, Kaesereiteam basimilch bio, Dietikon ZH

Annick Marmy, Anthropologue, de Forel FR

Marie Garnier, Ingénieure agronome, Villars-sur-Glâne FR

Marie-Thérèse Chenaux, Retraitée maraîchère, Chésopelloz FR

Sarah Tremblet, Vigneronne, Bernex GE

Emilienne Hutin Zumbach, Vigneronne encaveur, Dardagny GE

Sarah Studer, Coordinatrice d'une Association de Cinéma, Lausanne

Necla Akkaya, Serveuse, Nidau BE

Sahli Valérie, viticultrice au Domaine Les Hutins à Dardagny GE

Christine Schilter, Commissaire d’Apprentissage, Plan-les-Ouates GE

Annabelle Anex--Netz, Technicienne en Oenologie, Plan-les-Ouates GE

Tina Siegenthaler, Koop.st. Solidarische Landwirtschaft Bio-Fondlihof, Dietikon ZH

Alexia Cornide, Étudiante/stagiaire, Genève

Eline Müller, Conseillère en Environnement, Lausanne

Solange de Blas, Freelance, Genève

Marine Pernet, Etudiante, Genève

Céline Emch, Étudiante, Genève.

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