16.01.2017 15:08
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Aargau
Direktzahlungen: Bauer wehrt sich
Einem Aargauer Landwirt wurden fast 100'000 Franken Direktzahlungen gestrichen. Dies als Strafe dafür, dass er das Auslaufjournal über seinen Auslaufstall nicht richtig geführt habe, dies berichtete die «Bauernzeitung» im Dezember.

Nun wehre sich der Bauer mit einer Beschwerde beim Verwaltungsgericht, berichtet SRF. Diese Kürzung sei im konkreten Fall aus seiner Sicht «nicht verhältnismässig», kritisiert Matthias Müller, der Leiter von Landwirtschaft Aargau. Der Landwirt habe zum ersten Mal gegen die Regeln verstossen.

Allerdings sei der Kanton nur die Vollzugsbehörde. Man müsse die Bundesvorgaben erfüllen, das hätten auch Rücksprachen in Bern bestätigt. Für Matthias Müller ist klar, dass der Bund seine Vorgaben ändern muss. «Früher konnten die Kantone eine Verhältnismässigkeit anwenden. In diesem konkreten Fall hätten wir sicher nicht alle Direktzahlungen gestrichen.»

Müller und seine Kollegen aus anderen kantonalen Landwirtschaftsämtern haben deshalb interveniert beim zuständigen Bundesamt. Gegenüber SRF sagte der Aargauer SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht, dass er in dieser Sache einen Vorstoss prüfe, falls das Bundesamt für Landwirtschaft nach dem Druck aus den Kantonen nicht von sich aus reagiert und die Regelungen anpasst. 

Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau wird sich mit der Frage befassen, ob der betroffene Bauer überhaupt schuldig ist, ob ihm also ein Fehlverhalten nachgewiesen werden kann.


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