18.10.2017 11:35
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Direktzahlungen
Direktzahlungen: System belassen
Die Agrarpolitik 2014-17 strebt eine stärkere finanzielle Unterstützung im Berg- und Sömmerungsgebiet an. In einem Bericht untersuchte der Bundesrat die Auswirkungen. Die Landesregierung kommt zum Schluss, dass für den Zahlungsrahmen 2018-2021 kein Korrekturbedarf beim Direktzahlungssystem besteht.

Mit der Agrarpolitik 2014-17 haben Parlament und Bundesrat das Direktzahlungssystem angepasst. Besonders das Berggebiet sollten finanziell stärker unterstützt werden. Das neue System wirkte sich auf die Höhe der Direktzahlungsbeträge der einzelnen Betriebe aus. Weniger Mittel vom Bund erhalten Betriebe im Tal und in den Hügeln.

Nationalrat Erich von Siebenthal (SVP/BE) hat in seinem Postulat verlangt, dass der Bundesrat die Auswirkungen auf die Verteilung der Direktzahlungen zwischen Betrieben und Regionen untersucht, allfälligen Korrekturbedarf ermittelt und darüber Bericht erstattet. Die Regierung hat nun diesen Bericht vorgelegt.

Hauptgrund für grosse Veränderungen der Höhe der Direktzahlungen eines Betriebs sind gemäss Bericht aber nicht die agrarpolitisch bedingten Anpassungen, sondern vielmehr Strukturveränderungen der Betriebe. Darunter fallen die Fläche und der Tierbestand. Auch die stärkere Förderung der Leistungen der Sömmerungsbetriebe mit rund 70 Mio. und der Betriebe in der Bergregion mit 27 Mio. Fr./Jahr haben zu Veränderungen geführt. Aufgrund gleichbleibendem Direktzahlungskredit wurde Betrieben in der Tal- und Hügelregion im Durchschnitt weniger Direktzahlungen ausbezahlt. Geänderte Abstufungen der Beiträge nach Fläche und Tieren haben zudem zu einer Umverteilung von rund 28 Mio. Fr. zu den eher grösseren Betrieben geführt. 

Insgesamt zeigt sich der Bundesrat mit der Änderung des Systems zufrieden, besonders mit der Stärkung des Berg- und Sömmerungsgebiets. Der Bundesrat sieht keinen unmittelbaren Änderungsbedarf für die Verteilung der Direktzahlungen. Für den landwirtschaftlichen Zahlungsrahmen 2018-2021 hat er auf gesetzliche Anpassungen verzichtet. «Im Rahmen der Agrarpolitik ab 2022 wird der Bundesrat prüfen, ob es Anpassungen des Direktzahlungssystems braucht, unter anderem auch bei den Begrenzungen und Abstufungen», heisst es in der Mitteilung von Mittwoch.

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