15.01.2013 07:34
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Fleisch
«Dschungelfleisch» kann krank machen - BVet will bessere Importkontrollen
Exotisches Fleisch, das illegal in die Schweiz eingeführt wird, kann krank machen. Beim Verzehr von so genanntem «Bushmeat» können gefährliche Krankheitserreger übertragen werden. Sogar das Risiko von neuen Pandemien besteht.

Beim Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) bestätigte man am Montag einen Bericht von der «Sonntagszeitung» und von «Le Matin Dimanche». Weltweit arbeiten die Veterinärdienste zusammen. Man strebe eine höhere Sensibilität und besserer Importkontrollen an, sagte BVET-Sprecherin Nathalie Rochat.

Eingeführt werden etwa Antilopen-, Affen-, Krokodil-, Gürteltier- oder Schlangenfleisch. Die illegalen Importe erfolgten vorab von Afrikanern, welche in der Schweiz wohnen oder ihre Familie besuchen kommen, so Rochat. Das BVET wendet sich entschieden gegen jeglichen Konsum dieser Art Fleisch - auch im privaten Rahmen. Das Risiko der Ansteckung und die Gefahr der Verbreitung bestehe für jedermann, der das Fleisch isst.

2012 stellten die Schweizer Zöllner an den Flughäfen Zürich und Genf insgesamt 381 Kilogramm Bushmeat sicher - 50 Kilo mehr als im Jahr zuvor, wie Walter Pavel, Sprecher der eidgenössischen Zollverwaltung, sagte.

Wer Bushmeat in die Schweiz einführt, verstösst damit nicht nur gegen seuchenpolizeiliche Vorschriften, sondern auch gegen das Artenschutzabkommen. Wird er erwischt, erhält er eine hohe Busse und das Fleisch wird umgehend vernichtet.

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