28.04.2019 16:27
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt
Appenzell Innerrhoden
Ein Waldeigentümer im Ständerat
Die Landsgemeinde von Appenzell Innerrhoden hat Daniel Fässler in den Ständerat gewählt. Fässler war bisher Landammann und CVP-Nationalrat. Ausserdem ist er Präsident von WaldSchweiz.

Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat einen neuen Ständerat. Die Landsgemeinde wählte den 58-jährigen Juristen und bisherigen Landammann Daniel Fässler am Sonntag mit deutlichem Mehr. Fässler tritt die Nachfolge des zurücktretenden Ivo Bischofberger an.

Wie sein Vorgänger gehört Fässler der CVP an. 2008 wurde er in die Kantonsregierung gewählt, wo er das Amt des Landammanns (Regierungspräsident) innehatte und dem Volkswirtschaftsdepartement vorstand. 2011 wurde er in den Nationalrat gewählt. Im November 2018 erklärte er seinen Rücktritt aus der Regierung auf die Landsgemeinde 2019 hin.

Lange galt Fässler als einziger Kandidat für den Ständerat. Erst drei Wochen vor der Landsgemeinde wurde per Inserat eines Bürgerkomitees der frühere Innerrhoder Finanzdirektor Thomas Rechsteiner als Alternative zu seine Parteikollegen Fässler vorgeschlagen.

Im Kanton Appenzell Innerrhoden ist es möglich, Kandidierende kurz vor und auch noch während der Landsgemeinde vorzuschlagen. Rechsteiner blieb allerdings erfolglos.

Eng mit Wald verbunden

Der neu gewählte Ständerat hat in Zürich Rechtswissenschaften studiert und das Anwaltspatent erlangt. Ab 1994 führte er in St. Gallen eine eigene Kanzlei. Nach ein paar Jahren als nebenamtlicher Bezirksrichter in Appenzell gehörte er 2004 bis 2008 dem Kantonsgericht an. Fässler wohnt in Appenzell. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Zudem amtiert Fässler seit 2017 als Präsident von WaldSchweiz, dem Verband der Waldeigentümer. Er kennt die Welt von Wald und Holz seit Kindsbeinen, ist auf einem Sägereibetrieb aufgewachsen und als Kleinwaldbesitzer eng mit dem Wald und dessen Bewirtschaftung verbunden.

Bereits im Nationalrat habe er sich in den letzten Jahren mit viel Herzblut und Kompetenz für die Anliegen der Wald- und Holzwirtschaft eingesetzt, schreibt WaldSchweiz in einer Mitteilung. So etwa bei der Revision des Waldgesetzes sowie in der Energie- und Klimapolitik. WaldSchweiz freut sich, künftig einen "Hölzigen" im Ständerat zu wissen. Da die Waldpolitik wesentlich auf kantonaler Ebene umgesetzt werde, komme der kleinen Kammer aus Waldeigentümersicht besondere Bedeutung zu. Daniel Fässler sei auch Präsident der parlamentarischen Gruppe Wald und Holz.

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