30.04.2014 16:26
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Einspeiseprämien statt Einspeisevergütung
Erneuerbare Energien sollen mit höheren Beiträgen gefördert werden, wenn sie zu Zeiten mit grossem Bedarf zur Verfügung stehen. Dies möchte die Energiekommission des Nationalrates (UREK). Sie beantragt ihrem Rat, die Energiestrategie des Bundesrates entsprechend zu ändern.

Das Ziel sei es, die Vergütung für den ökologischen Mehrwert «marktnaher» auszugestalten, schreibt die UREK in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Kommission spricht sich für ein Einspeiseprämiensystem anstelle der heutigen kostendeckenden Einspeisevergütung aus.

Je nach Zeitpunkt der Stromerzeugung, der Technologie und der Wirtschaftlichkeit der Anlagen würde die Prämie unterschiedlich hoch ausfallen. Finanziert würden die Einspeiseprämien über den Netzzuschlag, dessen Obergrenze die Kommission bei 2,3 Rappen pro Kilowattstunde festlegen möchte.

Umstrittene Obergrenze für Netzzuschlag

Eine Minderheit der Kommission wird dem Nationalrat beantragen, bei den Vorschlägen des Bundesrats zu bleiben. Eine andere Minderheit lehnt grundsätzlich die Förderung von erneuerbaren Energien ab oder möchte den Netzzuschlag bei 1,5 Rappen pro Kilowattstunde begrenzen.

Weiter hat die Kommission entschieden, Bestimmungen für den Ersatz und Neubau von Heizungen in die Vorlage aufzunehmen. So will sie dem Bundesrat ermöglichen, Mindestanforderungen an den Wirkungsgrad festzulegen.

Entscheide zu Wasserkraft verschoben

Bei der Unterstützung für die Tiefengeothermie hat die Kommission dem Entwurf des Bundesrats zugestimmt. Auch bei den Effizienzvorschriften für serienmässig hergestellte Anlagen, Fahrzeuge und Geräte folgte sie vollumfänglich dem Vorschlag des Bundesrates. Vorschoben hat die UREK die Beratung über Bestimmungen zur Förderung der Wasserkraft. Sie will die Ergebnisse einer Subkommission abwarten, die dazu Vorschläge erarbeitet.

Die Nationalratskommission hat zur Energiestrategie schon mehrere Sitzungen durchgeführt und dabei diverse Änderungen angebracht. Unter anderem strich sie die Verbrauchsziele aus der Vorlage.

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