19.12.2012 10:40
Quelle: schweizerbauer.ch - Reto Blunier
Käsemarkt
Emmentaler AOC: Bundesrat Schneider-Ammann will mit Task Force Lösungen suchen
Der Emmentaler Käse durchlebt schwierige Zeiten. Um aus dem Wellental zu entfliehen, regt Bundesrat Schneider-Ammann die Branche dazu an, eine Arbeitsgruppe zu bilden. Diese soll Lösungen präsentieren, um die gebeutelte Käsesorte besser vermarkten zu können. Ziel ist es, den Emmentaler AOC als Premiumprodukt zu positionieren.

Der Emmentaler Käse hat bereits viel bessere Zeiten erlebt. Momentan können sich die Produzenten von Emmentalerkäsereimilch und die Emmentalerkäser mehr schlecht als recht über Wasser halten. Das hat nun auch Agrarminister Schneider-Ammann erkannt, der sich diese Woche mit Branchenvertretern der Sortenorganisation Emmentaler Switzerland und dem Käseverband Fromarte getroffen hat, wie das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement EVD am Dienstagabend per Communiqué mitteilte.

Man sei sich einig, dass der „Misere“ nur mit einer „konsequenten Premiumstrategie“ begegnet werden könne, heisst es im Schreiben. Bund und Branche wollen gemeinsam aus der negativen Preis- und Mengenspirale ausbrechen.

Um diese ehrgeizige Ziel zu erreichen, hat Bundesrat Schneider-Ammann eine Arbeitsgruppe (Task Force) mit Unterstützung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) „angeregt“. „Diese soll in einem Gesamtkonzept Massnahmen aufzeigen, die eine verbesserte Positionierung von Emmentaler AOC als Premiumprodukt und dessen erfolgreiche Vermarktung ermöglichen“, so die eindeutige Formulierung.

Doch der Zeitrahmen für die Erarbeitung ist sehr ambitiös. Bis Ende Februar 2013 muss die Task Force konkrete Ergebnisse vorlegen. Bis zu diesem Zeitpunkt soll auch entschieden werden, ob dem Bundesrat das Gesuch für die Ausdehnung der Mengensteuerung durch Emmentaler Switzerland unterbreitet wird.

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