19.11.2014 16:39
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Lebensmittelverschwendung
Essensabfälle: Keine Verwertungspflicht für Beizen&Detailhändler
Der Bundesrat erachtet es nicht für notwendig, speziell Restaurants und Detailhändler zur Verwertung der Lebensmittelabfälle zu verpflichten, da die meisten dies schon tun. Zu diesem Schluss kommt er in einem Bericht, den er am Mittwoch verabschiedet hat. .

Gemäss der Studie fallen in der Gastronomie und im Detailhandel jährlich 390'000 Tonnen Lebensmittelabfälle an. Rund 50'000 Tonnen werden kompostiert, weitere 270'000 Tonnen vergärt. Zudem werden Speisereste dem kommunal gesammelten Grüngut zugeführt oder direkt in Faultürme gemeindeeigener Abwasserreinigungsanlagen verwertet. Rund drei Viertel oder 300'000 Tonnen wären vermeidbare Abfälle.

Weil die Verwertung von Lebensmittelabfällen in Gastronomie und Detailhandel bereits weitgehend gewährleistet ist, will der Bundesrat für diese Branchen keine spezifische Pflicht einführen, wie das Bundesamt für Umwelt mitteilte.

Es verweist zudem auf die Totalrevision der Technischen Verordnung über Abfälle (TVA). Sie soll die Reduktion des Ressourcenverbrauchs fördern. Unter anderem soll darin die Pflicht zur Vermeidung von Produktionsabfällen und eine grundsätzliche Verwertungspflicht festgeschrieben werden. Die Totalrevision ist derzeit in der Vernehmlassung.

Mit seinem Bericht erfüllt der Bundesrat ein Postulat mit dem Titel «Ein Mittel gegen die Lebensmittelverschwendung», welches Nationalrätin Isabelle Chevalley (GLP/VD) im September 2012 eingereicht hat

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