18.06.2019 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Forschung
FiBL-Gelder nicht verdoppelt
Die landwirtschaftliche Bioforschung soll gestärkt und die Unterstützung des Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) verdoppelt werden. Das verlangt die Thurgauer CVP-Ständerätin Brigitte Häberli (CVP/TG) mit einer Motion. Diese wurde vom Ständerat zur Vorprüfung an die Kommission überwiesen.

Die Herausforderungen seien riesig, sagte Kommissionssprecher Hannes Germann (SVP/SH). Es gelte aber, den Vorstoss mit anderen Anliegen im Agrarbereich abzustimmen. Der Ständerat beschloss daher, die Motion zur Vorprüfung an die Kommission zu schicken. Auch Häberli zeigte sich mit der Überweisung einverstanden.

Brigitte Häberli fordert mit ihrer Motion, die Rahmenbedingungen in der Schweizer Agrarforschung weiter zu optimieren. Agroscope und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) sollen gemäss Motion eine international führende Stellung im Thema Biolandbau, Agrarökologie und Tierwohl einnehmen. Dazu soll die Finanzhilfe an das Fibl im Rahmen der Forschungsförderung von heute 7,4 Millionen auf 15 Millionen Franken erhöht werden.

Eine Verstärkung der Forschung im Biolandbau sei wünschenswert, da sie wesentliche Beiträge zur Lösung zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen der ganzen Schweizer Landwirtschaft leiste, auch für konventionelle Betriebssysteme, folgerte Häberli. 

Der Bundesrat kann dem Vorstoss nichts abgewinnen. «Die von der Motionärin verlangte Verdoppelung der Förderung durch den Bund im Rahmen des Finanzhilfevertrags auf 15 Millionen Franken erscheint willkürlich und nicht abgestimmt auf die Ausgabenbeschlüsse von Bundesrat und Parlament», lautet die Antwort der Landesregierung. Eine allfällige Mittelaufstockung wäre vom Parlament im Rahmen des Voranschlags zu beschliessen. Der Bundesrat lehnt die Motion ab.


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