23.10.2013 16:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bundesrat
Fleisch: Regeln zur Rückverfolgbarkeit verschärft
Der Weg von Lebensmitteln muss rückverfolgbar sein. Dies gilt bereits heute. Der Bundesrat hat am Mittwoch jedoch die Regeln ein wenig verschärft. Auslöser waren der Pferdefleischskandal und der Skandal um den EHEC-Erreger in Sprossen.

Der Bundesrat verabschiedete verschiedene kleinere Anpassungen der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Die wichtigsten Neuerungen betreffen Lebensmittel tierischer Herkunft sowie Sprossen und Samen zur Erzeugung von Sprossen. 

Genaue Beschreibung der Produkte

Bei diesen Produkten müssen die Lebensmittelhändler künftig den Kontrollbehörden eine genaue Beschreibung der Produkte zur Verfügung stellen können. Neben Angaben über Volumen oder Menge sind das Versanddatum, der Versender und der Empfänger anzugeben. Die Informationen müssen so lange abrufbar sein, bis angenommen werden kann, dass das Produkt konsumiert worden ist. 

Gleich bleibt die Regel, dass Lebensmittelhändler nicht die gesamte Lieferkette, sondern jeweils nur «einen Schritt zurück und einen Schritt vor» dokumentieren müssen. Sie müssen also angeben können, von wem sie ein Produkt bezogen und an wen sie es geliefert haben. Dies entspricht laut BAG den internationalen Regeln. Die Rückverfolgbarkeit sei notwendig, damit gesundheitsgefährdende Lebensmittel vom Markt entfernt werden könnten, hält das BAG fest. 

Übergangsfrist bei «Health Claims» verlängert

Weiter hat der Bundesrat die Übergangsfrist verlängert für eine Anpassung ans EU-Recht. Dabei geht es um gesundheitsbezogene Angaben bei Lebensmitteln, sogenannte «Health Claims». Die Umsetzung dieser Verordnung habe in der EU zu zahlreichen Diskussionen geführt, heisst es im Bericht zu den Verordnungsänderungen. 

Die EU-Regelung wurde zwar ins schweizerische Recht übernommen, doch sah der Bund angesichts der Probleme in der EU eine zweijährige Übergangsfrist vor. Diese musste immer wieder verlängert werden. Der Bundesrat verlängert sie nun erneut, und zwar gleich um zwei Jahre. Er will damit verhindern, dass die Abgrenzung zwischen Lebensmitteln und Heilmitteln nicht mehr klar ist.

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