4.04.2019 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Verbände
Fokus auf Pflanzenschutzinitiativen
Das Thema Pflanzenschutz nahm an der Mitgliederversammlung des Berner Bauernverbandes (BEBV) eine wichtige Rolle ein. Auch die Finanzen des Verbandes waren ein Thema.

Erstmals wurde eine Mitgliederversammlung am Abend durchgeführt. Rund 300 Personen nahmen an Anlass teil und fanden sich auf Sigis Biohof auf dem Schwand in Münsingen ein.

Präsident Hans Jörg Rüegsegger erklärte, dass sich der Verband in den kommenden Monaten insbesondere mit den Volksinitiativen zum Pflanzenschutz, der Ausscheidung der Gewässerräume und der Raumplanung intensiv beschäftigen werde. Der Fokus werde auf wirtschaftlich gesunde sowie sozial und ökologisch nachhaltige Landwirtschaftsbetriebe gelegt.

In Münsingen war auch der Präsident des Schweizer Bauernverbandes (SBV) zugegen. In seinem Referat ging Markus Ritter auf die Pflanzenschutzinitiativen ein. «Der Einsatz von biologischen und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, sowie der Zukauf von Futtermitteln würden bei einer Annahme verunmöglicht», machte er deutlich. Man müsse nun strategisch richtig vorgehen, fuhr er fort. Zusammen mit Lebensmittelindustrie sollen die Initiativen gebodigt werden.

Der SBV will in den kommenden Monaten auf die Bevölkerung zugehen und Aufklärungsarbeit leisten. Mit der Imagekampagne «Wir schützen, was wir lieben» wird sich die Landwirtschaft erklären, warum sie tut, was sie tut. Und welche Bestrebungen sie bereits unternimmt, um Pflanzenschutzmittel gezielter anzuwenden.

Im kommenden Oktober wird aber auch das nationale Parlament neu bestellt. Dieses wird über die Richtung der Agrarpolitik 2022+ (AP22+) und die Raumplanung entscheiden. «Deshalb ist es wichtig, an den Wahlen teilzunehmen und die Stimme anzugeben», sagte Ritter zu den Mitgliedern des BEBV.

Finanzen wären im Lot, wenn alle zahlen würden

Der Verein Berner Bauern Verband steht finanziell nach eigenen Angaben auf gesunden Füssen und verfügt über eine gute Kapitalbasis. Die Rechnung 2018 weist jedoch einen Verlust von 47‘290.- aus. Die Versammlung hiess die Rechnung 2018 gut. Das Budget 2019 sieht vor, dass der Mitgliederzuwachs im kommenden Jahr anhält. Jedoch sieht auch das Budget 2019 einen Verlust von 41‘000.- vor. «Wenn die Mitgliederbasis von heute 72 % auf 100 % gesteigert werden könnte, so wäre es möglich, die einzelnen Mitgliedschaftsbeiträge für alle Betriebe um einen Drittel zu senken», schreibt der Verband.

Mutationen

Thomas Hurni aus Gurbrü (Vertreter GVBF) und Erika Peter aus Aarberg (Vertreterin Bäuerinnenorganisationen) sind aus dem Grossen Vorstand zurückgetreten. Aurelia Marti aus Ins und Beat Bösiger aus Niederbipp wurden an ihrer Stelle neu gewählt.

Aus den Fachkommissionen zurückgetreten sind zudem Rahel Joss, Gysenstein; Nikaus Hofer, Schliern b. Köniz; Pascal Occhini, Ins; Andreas Schneider, Walkringen; Thomas Streit, Zimmerwald; Bruno Wermuth, Vielbringen b. Worb.

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