12.02.2020 15:58
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Fotovoltaik: Mehr Geld für Gross-Anlagen
Für grosse Photovoltaikanlagen soll die Einmalvergütung höher ausfallen als bisher. Diese seien durch die heutige Förderregelung benachteiligt, findet die zuständige Nationalratskommission. Eine vorgezogene Änderung des Energiegesetzes soll Abhilfe schaffen.

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) hat einstimmig beschlossen, eine entsprechende Kommissionsinitiative einzureichen, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Sie soll die Benachteiligung bei der Förderung beheben.

Die Kommission sei sich bewusst, dass der Bundesrat zusätzliche Investitionsanreize in erneuerbare Energien im Rahmen der geplanten Revision des Energiegesetzes vorsehe. Mit der gezielten Verbesserung möchte sie aber rascher vorwärtsmachen, wie sie schreibt.

Die Forderung betrifft insbesondere grosse Anlagen ohne Eigenverbrauch, etwa auf Stalldächern oder Infrastrukturen. Diese sind laut Urek in den heutigen Förderregelungen wegen der tiefen Abnahmepreise für den eingespeisten Strom benachteiligt.

Die Kommission nimmt damit die Anliegen von zwei parlamentarischen Initiativen von Mathias Reynard (SP/VS) und Leo Müller (CVP/LU) wieder auf, die beide zurückgezogen wurden. Diese hatten bemängelt, es werde zu wenig in Grossanlagen investiert, weil die Einmalvergütung auf 30 Prozent der Investitionskosten begrenzt ist. Der Eigenverbrauch sei zu gering, um einen wirtschaftlichen Betrieb während der Amortisationszeit zu sichern.

Vorwärtsmachen will die Urek auch bei den Bundesbauten. Zum einen sollen alle geeigneten Dach- und Fassadenflächen des Bundes mit Photovoltaik ausgerüstet werden. Zum anderen sollen Immobilien des Bundes rascher saniert und deren Autonomie in Strombereich sichergestellt werden. Mit 17 zu 8 Stimmen hat die Kommission einer entsprechenden Ergänzung einer Motion von Ständerat Olivier Français (FDP/VD) zugestimmt.

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