28.11.2014 16:26
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Freiburg
FR: Bauernverband kritisiert AP
Der Freiburgischer Bauernverband (FBV) blickt auf das Jahr 2014 zurück. Inakzeptabel sei der vermehrte administrative Aufwand der AP 14-17, Hoffnungsschimmer ist das Gesetz zur Swissness.

Am 26. November 2014 versammelten sich die Mitglieder des FBV zu ihrer Generalversammlung. Frédéric Ménétrey, Direktor der Freiburgischen Landwirtschaftskammer und Fritz Glauser, Präsident des FBV, liessen die wichtigsten Ereignisse für die Freiburger Landwirtschaft des Jahres 2014 Revue passieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Die Agrarpolitik stand Seitens beider Redner unter Kritik: Sie bringe einen inakzeptablen administrativen Aufwand mit sich und verstärke den Druck auf die Direktzahlungen und das landwirtschaftliche Einkommen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer bestünde noch, sollte das Gesetz zur „Swissness“ ohne Konzessionen umgesetzt werden, so Frédéric Ménétrey.

Ein weiteres Hauptziel der AP 14-17 ist die Verbesserung des Einkommens. Die Bundesamt für Statistik kommunizierte Ende September eine Einkommenserhöhung von 12 Prozent für das Jahr 2014. Auch der Landwirtschaftsbericht 2014 des Bundesamts für Landwirtschaft beruft sich diese Zahlen. "Wir sind auch froh, wenn es in diese Richtung geht. Ich möchte auch nicht die Schätzung als solches in Frage stellen", erklärte Fritz Glauser, Präsident des Freiburgischen Bauernverbandes.

Unakzeptabel sei aber die Kommunikation. "Es ist und bleibt eine Schätzung, mit einer vielleicht falschen Einschätzung der Situation der verbleibenden Monate. Aber was absolut fehlt, ist erstens der Vergleich mit den Entwicklungen der Vorjahre und zweitens, und das ist das Gravierendste, der Vergleich mit dem Zieleinkommen, früher Paritätslohn", sagte Glauser unmissverständlich. "Wir sind immer noch 40 % unter diesem Wert. Es benötigt noch etliche Jahre mit einem gleichen Einkommensanstieg, um dorthin zu gelangen", fuhr er fort.

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